Im gegenwärtigen Baustadium ist sichtbar, dass ein großes Gebäude entsteht. Der Eindruck, solle sich noch abmildern, so Architekt Christoph Schirmer. Schirmer betont, wie wichtig es ihm sei, dass sich das Gebäude gut in die historische Eisenbahnersiedlung einpasst. Deshalb soll der Sockelbereich später eine Klinker-Verkleidung erhalten. Die Unterbrechung in der Fassade soll das Gebäude weniger wuchtig daherkommen lassen.
Im Inneren gibt die helle Holzbalkendecke der Halle bereits jetzt eine freundliche und gleichzeitig monumentale Atmosphäre - mit einer Raumhöhe von 7,70 Metern. Die Holzdecke wird von Deckenfenstern unterbrochen, durch die Tageslicht fällt.
Obwohl dies noch eine Baustelle ist, Kabel aus den Wänden hängen, Baugeräte herumstehen, wird bereits sichtbar, dass in dieser Halle nicht nur geschwitzt werden soll. Hier darf man sich auch wohlfühlen. Holz soll als Baumaterial im Hallenbereich den Ton angeben. Farblich soll grün dominieren, grün wie es im Wustermarker Wappen zu finden ist. Die weiteren Räume sollen in Blautönen farbliche Akzente setzen.
An einer Wandseite lassen Oberlichter das Sonnenlicht einfallen. Die Halle ist hell und doch schaut niemand gegen die Sonne, was beim Sport wichtig ist. Das Sportfeld wird später teilbar sein, so dass verschiedene Sportarten zum gleichen Zeitpunkt ausgeübt werden können.
Neben den Sportfeldern gibt es diverse Nebenräume, wie Umkleiden, Sanitärbereiche, Abstellräume, Technikräume. Und eine Tribüne, auf der 193 Zuschauer Platz finden und ihren Verein oder die Lieblingsmannschaft anfeuern können. Das Gebäude ist barrierefrei, in die oberer Etage fährt ein Aufzug. Eine auf dem Dach installierte Photovoltaik-Anlage wird Energie liefern. Neben dem Schulsport werden auch die Vereine der Gemeinde hier trainieren können, so zieht Lok Elstal hier sportlich ein.
Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) und Architekt Schirmer freuen sich sichtlich, verkünden zu können, dass es in der Bauzeit keine Verzögerung gab - nicht durch Krankheit und auch nicht durch Lieferschwierigkeiten. Im Gegenteil, Schirmer sagt, man sei derzeit mit der Dämmung beschäftigt, einen Monat früher als geplant. Zum Jahresende soll die Halle fertiggestellt sein, sagt Schreiber.
Im kommenden Jahr feiert man an der Sielmann-Schule 100-jähriges Bestehen. Zum 100. Geburtstag die neue Sporthalle einzuweihen, darüber würde sich auch Schulleiterin Karsta Höft freuen. Höft sagt, sie selbst und die Lehrer hätten viel Mitsprache bei der Planung. "Die neue Halle ist hervorragend", so die Elstalerin. "In der Halle kann der sportliche Lehrplan umgesetzt werden." Das sei derzeit nicht so einfach möglich. Die Schüler müssten für den Sportunterricht weite Wege zurücklegen, was auch in der Stundenplanung berücksichtigt werden muss.
Zukünftig werden sich einige Wege für die Schüler der Sielmann-Schule verkürzen. Denn die 9,7 Millionen Euro Baukosten beinhalten auch die Außenanlagen der Sporthalle. Außerdem wird es, direkt vor der Sporthalle, eine neue Bushaltestelle geben. Damit müssen die 315 Schüler keine Straße überqueren, um zur Schule oder Sporthalle zu kommen.
Bürgermeister Schreiber hat für 2021 eine große Einweihungsfeier angekündigt.