In der Stadthalle Falkensee fand kürzlich die Jugendkonferenz des Jugendforums statt. Workshops, Nominierung der Mitglieder für den Jugendbeirat und zum Abschluss Pizza satt standen auf dem Programm. Dabei achteten die Jugendlichen sorgsam auf die Einhaltung der Corona-Regeln und der Hygienemaßnahmen.

40 Jugendliche diskutierten in Falkensee

Etwa 40 Jugendliche folgten der Einladung, mehr als die Hälfte von ihnen waren den aktiven Mitgliedern im Jugendforum noch nicht bekannt, sagte Marius Miethig, der moderierend durch den Abend führte. Die Jugendlichen, die zum ersten Mal Kontakt zum Jugendforum suchten, hatten viele Fragen dabei. Was macht das Jugendforum? Was das Jugendkomitee, denn auch das stand an diesem Abend zur Wahl. Und welche Aufgaben nimmt der Jugendbeirat wahr?
An vier Thementischen konnten dann einzelne Fragen beantwortet, gemeinsam nach Ideen, Ansätzen und Lösungen gesucht werden. Vorschläge, was bewegt, was fehlt der Jugend, wurden aufgeschrieben, gesammelt und diskutiert.
Fragen um die Öffentlichkeitsarbeit, der politischen Einflussnahme Jugendlicher und was sie sich für ihre Stadt wünschen, wurden hier besprochen. Besonders groß war der Andrang am dem Thementisch, der sich mit dem zukünftigen Treffpunkt des Jugendforums befasste. Denn bereits zum zweiten Mal in zwei Jahren wird den jungen Leuten ihr Treffpunkt genommen.

Jugendforum sucht neue Räume

Erst mussten die Jugendlichen ihren selbstverwalteten Treffpunkt „Egal“ in der Bahnhofstraße 80 räumen, nun wird der Jugendclub „Alte Post“ zum Jahresende seine Türen schließen. In der „Alten Post“ hatte das Jugendforum Unterschlupf gefunden. So wie es gerade aussieht, wird Silvester ihr letzter gemeinsamer Abend dort sein.
Eine neue Heimat sollte zunächst selbst verwaltet werden können. Zentral wäre gut, damit alle Jugendlichen der Stadt die Räume erreichen können. Es sollte die Möglichkeit geben, Speisen und Getränke zu lagern und zuzubereiten. Lagerraum, die einen hätten darin gern Werkzeuge zum Ausleihen und Teilen, die anderen für Sportgeräte, die man auch wieder teilen könnte. Einen Fahrrad-Service wünschen sich die einen, andere eine Kleidertausch-Kammer und auch ein Gemeinschaftsgarten ist im Gespräch.
Die Ideen sprudeln, und so manche dieser Ideen wäre nicht nur für Jugendliche toll. Was wäre falsch am Gedanken des miteinander Teilens von sperrigen Werkzeugen oder Geräten, die nur ein oder zweimal im Jahr Verwendung finden?

Entfaltung braucht Raum

Den Jugendlichen ist dabei durchaus klar, dass vieles vom dem, was sie sich wünschen, nicht zu realisieren ist. Doch der Grundgedanke, dieser gewünschte Freiraum, dieser Platz, an dem Ideen geboren werden und wachsen können, den hätten sie gern. Ist diese Stadt mit bald 50.000 Einwohnern tatsächlich nicht in der Lage, ihrer Jugend Raum zum Träumen, zum Wachsen und zur Übernahme von Verantwortung zu geben? Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt. Wer den jungen Leuten helfen möchte, kann sich gern über die Internetseite der jungen Leute auf www.jugendforum-fks.de mit ihnen in Verbindung setzen.

Engagierte Ehrenamtler

Das es diesen aktiven jungen Leuten ernst mit ihrem Engagement ist, sieht man am Umfang ihres ehrenamtlichen Einsatzes. Mehr als 200 Stunden brachten Anaïs von Fircks, Antonia Teuchert, Josefine von Fircks, Louis Ripp, Marius Miethig, Mohammedreza Rafati und Toni Kissing für ihre Tätigkeit beim Jugendforum auf. Dafür wurden sie mit der Ehrenamtskarte des Landes Brandenburg ausgezeichnet.