Kommunalpolitik
: Bebauungsplan für Erlenbruch-Gelände wird ausgelegt

Schönwalder Gemeindevertreter entscheiden sich für Auslegung des Bebauungsplans für das Erlenbruch-Gelände.
Von
Sandra Euent
Schönwalde-Glien
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Schönwalder Gemeindevertreter entscheiden sich nach Vorstellung der verkehrstechnisches Untersuchung knapp für Auslegung des neuen Bebauungsplans für das Erlenbruchgelände.

Sandra Euent

Den ehemaligen Fliegerhorst im Erlenbruch in Schönwalde-Glien will ein Investor zu neuem Leben erwecken. Rund 1.500 Wohneinheiten plus Gewerberäume sollen entstehen und damit wesentlich mehr, als der derzeit gültige B-Plan für das Gebiet vorsieht. Daher war die Aufstellung eines neue B-Plans notwendig. Die Kosten dafür trägt der Investor.

Knackpunkt in der am Mittwoch weiter geführten Diskussion ist die Anbindung des Wohngebietes an die Bötzower Landstraße, die L20. Bisher führt nur eine Kreuzung in das Gebiet rein und raus. Um abzuschätzen, wie die Verkehrssituation nach der Bebauung sein wird und ob dieser Knotenpunkt ausreichend sein wird, wurde eine verkehrstechnische Untersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden den Kommunalpolitikern am Mittwoch nochmal vorgestellt. Wer Interesse daran hat, findet die Unterlagen im Ratsinformationssystem auf www.schoenwalde-glien.de.

Wohl wichtigste Erkenntnis war, dass die Kreuzung, wenn mit einer Ampel und neuen bzw. längeren Abbiegespuren ausgestattet wird, dem prognostizierten Verkehr gerecht werden kann. Ohne eine solche Maßnahme würde es zu Spitzenzeiten zu langen Wartezeiten bei der Ausfahrt aus dem Wohngebiet kommen. Empfohlen wurde aber auch eine zweite Anbindung, die nördlich aus dem Gebiet heraus führen soll. Diese Verbindung würde eine neue Kreuzung etwa auf Höhe des jetzigen kleinen Parkplatzes zur L20 bilden und den Verkehr in und aus nördlicher Richtung aufnehmen. Dies würde auch eine „Mausefallen“-Situation lösen und die Möglichkeit bieten, das Gebiet auch dann zu verlassen, wenn die Hauptzufahrt zum Beispiel auf Grund eines Unfalls gesperrt wäre.

Trotzdem hatten einige Gemeindevertreter weiter Bedenken, dass die Belastung durch die zusätzlichen Autos zu viel für die Gemeinde wäre und forderten mit der Auslegung des B-Plans zu warten, bis das sich in Arbeit befindliche Mobilitätskonzept für die Gemeinde vorliegt. Bauamtsleiter Frank Schulz wies darauf hin, dass es sich hierbei nur um einen Auslegungsbeschluss handeln würde und somit dann die Möglichkeit bestände, einen Monat lang alle Änderungswünsche und Bedenken vorzubringen und diese dann im Anschluss einzuarbeiten.