Mit einer Demonstration haben am Freitag (23. April) rund 30 Menschen in Falkensee ihren Unmut zur Verkehrssituation für Fußgänger an der Spandauer Straße, Höhe der Kölner Straße, kundgetan. Konkret geht es dabei um die Bushaltestelle auf der nördlichen Seite, die ziemlich einsam und allein am Straßenrand liegt, fast schon idyllisch an ein Feld angrenzend. Doch die Idylle trügt, denn der Weg über die Straße sei gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, Schüler und Senioren, mit Gefahren verbunden, sagt Ulf Hoffmeyer-Zlotnik, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt.

Zehn Minuten um die Straße zu überqueren

Zweimal wöchentlich wenigstens muss Evi Pabst die Spandauer Straße überqueren, um an die Bushaltestelle zu kommen. Die 85-Jährige geht am Rollator. Die Zeiten, in denen sie flott unterwegs war, sind zu ihrem Bedauern vorbei. An der Straße steht sie schon mal zehn Minuten, bevor die Lücke zwischen den vorbeirauschenden Fahrzeugen groß genug erscheint, um eine Überquerung zu wagen.
Denn sie muss beide Fahrspuren hintereinanderweg passieren, eine Mittelinsel gibt es nicht. Die Querung der Straße ist ihr inzwischen derart unheimlich geworden, dass sie diesen Weg nach Möglichkeit nicht allein, sondern in Begleitung ihrer Tochter geht, wie sie erzählt.

Landesministerium und Stadt über Problem informiert

Die Situation einfach auf sich beruhen lassen, war für sie keine Option. Sie wandte sich an Erhard Winkler. Winkler ist aktiver Einwohner der Gartenstadt. Mitglied der CDU-Seniorenunion, Mitglied im Seniorenbeirat und Ombudsperson für die Stadt Falkensee. Winkler brachte den Stein ins Rollen, schrieb das Landesministerium an und trug das Problem im Rathaus bei Baudezernent Thomas Zylla vor. Mit dem Seniorenbeirat wurde das Thema den Stadtverordneten vorgetragen.
Winkler verteilte gemeinsam mit drei Unterstützern rund 600 Flyer in der Nachbarschaft der Straße, um auch die Anlieger mit ins Boot zu holen. Somit sind erst einmal alle, die es betrifft, in Kenntnis gesetzt. Auch der Landkreis wurde informiert, bestätigen Winkler und Hoffmeyer-Zlotnik. Seit etwa einem Jahr ist der Seniorenbeirat am Thema dran, sagt Hoffmeyer-Zlotnik.

Demonstranten wünschen sich Fußgängerbedarfsampel

Die Demonstranten wünschen sich für die Spandauer Straße auf Höhe der Kölner Straße eine sichere Möglichkeit der Überquerung. Eine Fußgängerbedarfsampel wäre ihr Favorit, weshalb sie zur Demonstration Schilder mit Ampelmännchen mitgebracht haben. „Möglicherweise könnte auch eine Verlegung der Bushaltestelle die Situation verbessern“, sagt Hoffmeyer-Zlotnik. Was auch immer die Situation für Fußgänger, die zur Bushaltestelle wollen verbessert, wäre willkommen, sagt er und hofft, mit der Demonstration die Wichtigkeit des Anliegens untermauert zu haben.