Der Landrat tourt in diesen Wochen durch den Kreis und besucht die Städte und Gemeinden. Das Baufeld hinter der Heinz-Sielmann-Oberschule in Elstal war sein letzter Anlaufpunkt durch die Gemeinde.
Den Standort an der Heinz-Sielmann-Oberschule möchte Schreiber zu einem Schulzentrum ausbauen. Der Bau der Dreifeldsporthalle ist notwendig, denn schon längst reichten die bisherigen Kapazitäten für den Schulsport nicht aus, sagte Schreiber. Gleichzeitig betrachtet er den Bau der neuen Sporthalle als ersten Schritt für ein Schulzentrum an diesem Standort. Grundschule und Hort sollen entstehen. Für die langfristige Entwicklung hat er Flächen für eine Kita, eine gymnasiale Oberstufe und eine Schulmensa offengehalten. Platz genug gäbe es, das Grundstück ist vier Hektar groß und lässt Raum für Gestaltung von Außenanlagen für Sport und Spiel.
Fördermittelbescheid liegt vor
Die neue Dreifeldsporthalle wird rund 8 Millionen Euro kosten und ist damit um etwa 2 Millionen Euro teurer geworden, als ursprünglich geplant. Mit 5,5 Millionen Euro fördert das Land Brandenburg den Neubau. Die Mehrkosten entstanden durch Anpassungen in der Planung: zusätzliche Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder entstehen. Vor allem aber die neu entworfene Anfahrt der Schüler zum Schulgelände kostete mehr. Die Zufahrt soll nach diesen Plänen hinter das Gebäude führen. "Wir wollen damit die Anfahrt der Schüler vom Verkehr entkoppeln", erklärte Schreiber.
Die neue Dreifeldsporthalle wird über einen Sozialtrakt, eine Heizanlage und eine Tribüne, für maximal 199 Personen, verfügen. Das Gebäude selbst soll optisch in die Eisenbahnersiedlung passen. Klinker wird verbaut und die Umgebung soll begrünt werden. Die voraussichtliche Fertigstellung gibt Schreiber mit Ende 2020, Anfang 2021 an.
Die Maßnahmen zum Artenschutz wurden auf dem Gelände bereits durchgeführt. So wurden die Zaun-eidechsen umgesiedelt. Genutzt werden soll die neue Sporthalle dann sowohl von Schülern als auch von Vereinssportlern.
Bis 2030 könnte Elstal auf 8.000 Einwohner anwachsen und damit wächst auch der Bedarf an Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen. Ende Februar 2019 lebten 4.183 Menschen in Elstal. Die aktuellen Vorhaben der Gemeinde lassen ein weiteres Wachstum mehr als nur vermuten. Allein durch das entstehende Wohnungsangebot im Olympischen Dorf wird mit 3.000 zusätzlichen Einwohnern gerechnet.
Die aktuellen Schülerzahlen an der Grundschule in Wustermark und der Oberschule in Elstal haben die Prognosen der Schulentwicklungsplanung des Landkreises übertroffen. Sie liegen mit zehn Prozent in Wustermark, beziehungsweise 13 Prozent in Elstal über den prognostizierten Zahlen. Der Bedarf, sagt Schreiber, sei da. "Und wir als Gemeinde sind angehalten diesen Bedarf zu decken." Dabei hofft er auf die Unterstützung von Land. Denn ohne Förderung, das sagt Schreiber aus, seien solche Großvorhaben für die Gemeinde nicht zu bewältigen.