34. Mal
: Rudermarathon des Frankfurter Ruder-Clubs

Bei den Männern setzt sich erneut der Stralsunder RC durch. Mit den Gastgebern aus Frankfurte geht es auf Wanderfahrt nach Hiddensee.
Von
Michael Schneider,
Kerstin Bechly
Frankfurt (Oder)
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  • Der Frankfurter Frauenvierer mit Bettina Hoffmann (von links), Kerstin Stang, Martina Schneider, Kerstin Miekley und Steuermann Axel Paech macht sich auf den Weg vom Bootshaus zum Start auf der Oder.

    Der Frankfurter Frauenvierer mit Bettina Hoffmann (von links), Kerstin Stang, Martina Schneider, Kerstin Miekley und Steuermann Axel Paech macht sich auf den Weg vom Bootshaus zum Start auf der Oder.

    michael benk
  • Jens Petasch half beim Zuwasserlassen der Boote.

    Jens Petasch half beim Zuwasserlassen der Boote.

    michael benk
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Obwohl sich die Gastgeber mit den Gegebenheiten am besten auskannten, mussten sie in den drei Kategorien doch den Gästen den Vortritt lassen. Fast im Pulk erreichte das Frankfurter Frauenboot den Start-Zielbereich an der Friedensglocke. Kurz zuvor waren sie vom Männerboot des ESV Schmöckwitz und einem Mixed-Boot der Turngemeinde Berlin überholt worden. „Schön lang machen“, hatte Streuermann Axel Paech noch seine Frauen angefeuert und mit einem „Danke“ hinter der imaginären Ziellinie austrudeln lassen. „Wenn man die anderen Boote näher kommen sieht, zieht man natürlich noch mal an“, erzählt Kerstin Stang später am Bootshaus. „Aber weil wir als letztes Frauenboot gestartet sind, war der Druck nicht mehr so hoch.“ Gewinnen hätten sie eh nicht können, blieben sie locker. „Aber wir haben vorher gemeinsam trainiert, weil wir in der Besetzung auch noch nicht gefahren sind, Vor einer Regatta sind wir etwas engagierter“, schmunzelt Martina Schneider.

Altersgutschrift für Wertung

Bei den fünf Frauen-Booten erkämpfte sich der Spree-Ruderclub Köpenick den Oderwellen-Pokal. In die Pokalwertung wird eine Altersgutschrift einbezogen. Die absolut schnellste Zeit über 8,8 Kilometer waren die Frauen der RG Grünau (44:57 Minuten) gerudert. Bei den zehn Mix-Vierern platzierte sich nach der gleichen Strecke ebenfalls eine Grünauer Besatzung (43:45) vor den Konkurrenten – sogar in beiden Wertungen. Die Frankfurter Vierer konnten hier nicht in den Kampf um diese Pokale eingreifen.

Bei den sechs gestarteten Männer-Mannschaften holte der Stralsunder RC nach 15,8 Kilometer zum wiederholtem den Viadrus-Pokal, hatte auch absolut gewonnen (1:08:48 Stunden). Dank der Altersgutschrift wurde das Frankfurter Männer-Boot Dritter.  Zudem erhielt die Mannschaft den Alterspokal. Die Ruderer Hagen Bargenda, Michael Schneider, Fred Mickley und Bernd Tränkle waren trotz ihrer 243 Jahre sogar 2,5 Minuten schneller als im vergangenen Jahr. Sie bewältigten den Rundkurs auf der Oder in 1:16,14.

Zeitgleich Meisterschaften

„In den vergangenen Jahren haben meist mehr als 30 Boote am Rudermarathon teilgenommen. Wir konnten oft auch ein Jugendboot stellen. Aber in diesem Jahr hat sich unser Termin leider mit den Landesmeisterschaften überschnitten“, begründet Peter Streblau. Froh war er über den höheren Wasserstand der Oder: „Im vorigen Jahr mussten wir die Boote vor dem Ärztehaus satteln, weil der Nebenarm zu unserem Vereinsgelände fast trocken lag.“

Zu wenig Wasser und eine Strömung – das kennen die Stralsunder nicht, die nur in Frankfurt an einer Flussregatta teilnehmen. „Wir haben dafür deutlich mehr Winde auf dem Strelasund und der Ostsee. Um nicht nass zu werden, fahren wir mit sogenannten gedeckten Booten“, erzählt Silke Rades. Auch die Frankfurter wissen das zu schätzen. Seit 29 Jahren unternehmen sie mit den Mecklenburgern gemeinsame Wanderfahrten nach Hiddensee. Zuletzt ging es im August wieder auf die 30 Kilometer lange Tour.

Ergebnisse in den vier Wertungen

Alterspokal: 1. Frankfurter Ruder-Club/Männer (243 Jahre), 2. Spree-Ruder-Club Köpenick (228), 3. Frankfurter RC/Frauen (225)

Frauen (8,8 km): 1. RG Grünau (44:57 Minuten), 2. Spree-RC Köpenick (46:16), 3. Stralsunder RC (49:11)

Mixed: RG Grünau (43:45), 2. Treptower Rudergemeinschaft (45:26), 3.  Ruderriege der Turngemeinde in Berlin (47:27)

Männer: