Ärgernis
: In Frankfurt fehlen Hunde-Klos

Gassigänger wünschen sich Behälter, in denen sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen können.
Von
Jan-Henrik Hnida
Frankfurt (Oder)
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Gassigeh-Meile: Eine rote Tüte mit Hundekot lukt im Anger aus dem Mülleimer. Viele Besitzer lassen die Häufchen liegen.

Jan-Henrik Hnida

„Es gibt keine extra Eimer für Hundekot in der Stadt“, ärgert sich Ronny Albrecht aus Süd. Mit seinem jungen Labrador geht er mehrmals täglich raus. Meistens läuft er dann über die Grünfläche, vom alten Arbeitsamt bis zum Lidl oder zum Lokbad. An der Ostsee gäbe es Eimer und Tüten für die Hinterlassenschaften. „Warum nicht auch am Südring?“, fragt sich Albrecht. Auf MOZ-Anfrage antwortet die Pressestelle der Stadt: „Für die Entsorgung der Beutel mit Hundekot kann jeglicher städtische Mülleimer genutzt werden.“  Es gebe keine Mülleimer, die nur für diesen Zweck vorgesehen seien.

Nach Auskunft des Amtes für Tief-, Straßenbau und Grünflächen besitzt Frankfurt keine Automaten mit Beuteln. In der Stadtordnung steht dazu: „ ... hat die Tier führende Aufsichtsperson geeignete Behältnisse zur Beseitigung der Verunreinigungen vorzuhalten.“  Solche Beutel werden beispielsweise von der Wohnungswirtschaft (WoWi), der Wohnbau und zwei Privatpersonen in Altberesinchen zur Verfügung gestellt.

Nur ungern entsorgt Ronny Albrecht die roten Beutel in normale Mülleimer. „Die nächsten sind erst an der Straßenbaltestelle“, erzählt er. Da wolle er die wartenden Fahrgäste nicht mit den „Gerüchen“ belästigen. Auf Grund der fehlenden Eimer lassen viele Hundebesitzer die Häufchen einfach liegen.

Im Anger bietet sich folgendes Bild. Entweder lugen die Beutel aus den Mülleimern raus. Oder Bello hinterlässt sein Häufchen neben seinem Herrchen – und beide gehen.