Unter anderem diese Frage stellten Stefan Kunath und Jan Augustyniak von der Franktion Die Linke/BI Stadtumbau in der Stadtverordnetenversammlung dem Oberbürgermeister. Geplant seien drei bis vier Einheiten je Polizeieinheit, mit zirka 20 Polizisten im Monat, heißt es in der Antwort von René Wilke. Drei Tage vorher werde die Stadt, die Eigentümer ist, informiert. Sowohl die Landes- als auch die Bundespolizei führt die Übungen durch. Sie fänden im nicht denkmalgeschützten Bereich statt, bislang seien keine Schäden entstanden.
In der SVV erklärte der OB: "Bis dato liegen uns exakt zwei Beschwerden von Anwohnern vor." Anwohner wurden vorab über die Übungen informiert. Allerdings, räumte der OB ein, habe die Schulleiterin des Gauß-Gymnasiums erst durch den Artikel im Stadtboten davon erfahren. Er betonte jedoch, dass Bundes- und Landespolizei bei Gefahrenlagen mit hohem Risiko in der Lage sein müssen, zu reagieren. "Wir hoffen alle darauf, dass, wenn so etwas passiert, die Polizei dafür gut ausgebildet und gut trainiert ist", sagte er. Das Training, um Menschenleben zu retten, stehe einer positiven Assoziation des Gebäudes nicht entgegen.
Bisher haben Übungen im Kleisttheater und im ehemaligen Gebäude der Grundschule Mitte stattgefunden, angefragt wurden auch die Objekte Schlachthof und Kliestower Weg./thg