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: „Washington Post“ fragt: Möchte Frankfurt (Oder) multikulturell sein?

Die „Washington Post“ erzählt in einer längeren Reportage von Schicksalen und Freundschaften auf Frankfurts Brückenplatz.
Von
Nancy Waldmann
Frankfurt/Washington
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Frankfurt ist Thema in der "Washington Post"

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Die Reporter beschreiben, wie Integration in einer Stadt abläuft, die bis vor wenigen Jahren kaum Erfahrung mit Zuwanderern, insbesondere aus dem Nahen Osten oder aus Afrika hatte. „Jede Interaktion zwischen Langzeit–Bewohnern und Flüchtlingen ist auch Testfall für ein elementares Szenario: Will dieser Ort multikulturell sein? Oder war alles besser als nahezu alle die gleiche ethnische und religiöse Identität teilten?“, so die Reporter.

In dem Text erzählen etwa die Frankfurter Thomas Klähn und Franka Grösch, wie sie eine Syrerin bei sich aufnahmen und begannen, sich für den Islam zu interessieren. Klähn engagiert sich nun am Brückenplatz und unterstützt Frankfurts muslimische Gemeinschaft dabei, einen neuen Platz zum Beten zu finden. Klähns syrische Mitbewohnerin Shefaa Alfrag musste lange für einen Job kämpfen, in dem sie mit Kopftuch akzeptiert würde.

Der 29–jährige Afghane Majeed Behzad berichtet, wie er — zwangsweise — in Frankfurt landete, als „Ausländer“ geschmäht und mit Flaschen beworfen wurde. Und wie er als Mitglied im Integrationsrat und als Sprachmittler hilft, Spannungen zwischen Einheimischen und Zugezogenen aufzufangen. Auch Heidi Päch, die der Stadtbote bereits vorstellte, erzählt in der „Washington Post“, wie sie voller Vorbehalte und gezwungenermaßen zum Brückenplatz kam, um Sozialstunden abzuleisten und dort schließlich neue Freunde fand.