Besuchermagnet: Tierische Inventur im Park
Die Präriehunde sind im Winter normalerweise nicht zu sehen. Sie halten in ihrem unterirdischen Labyrinth Winterschlaf. Doch derzeit kommen die putzigen kleinen Pelztiere, die mancher für Erdhörnchen hält, immer wieder aus ihren Erdhügeln hervor. „Es ist einfach zu warm“, kennt Detlef Zimmermann den Grund.
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Der Frankfurter ist einer von vier Gruppenleitern, die 12 Mitarbeiter der Gronenfelder Werkstätten im Wildpark anleiten. Sie haben auch die Öffnungszeiten über den Jahreswechsel abgesichert. Wildparkleiter Jochen Hanschel kommt mit taufrischen Zahlen zu unserer Verabredung: Aktuell leben rund 300 Tiere im Wildpark. Sie gehören zu 33 Arten — von weißen Mäusen über Zwerghühner bis zu den mächtigen Auerochsen. Das hat die Inventur zum Jahreswechsel ergeben.
Die Zahl sei eine auf Beobachtungen beruhende Schätzung, sagt Hanschel auf die Frage, wie man denn zum Beispiel die durcheinander rennenden Fellknäuel in der „Villa Meerschwein“ zählen könne? Am stärksten ist das Damwild vertreten: Etwa 75 Tiere dieser Art äsen auf der Wiese, die einst die lange Bahn der kaiserlichen Schießanlage war, oder nähern sich in Erwartung eines Leckerli den Besuchern. Denn das Damwild kann sich im Wildpark frei bewegen. Die Ricke in ihrem Gehege ist hingegen das einzige Reh in der 17 Hektar großen Anlage. Den Wildschweinen bringt das Regenwetter Spaß. Sie suhlen sich im Matsch in ihrem Geviert.
Publikumslieblinge sind neben den Kaninchen und Meerschweinchen derzeit die lustig umher springenden jungen Zwergziegen und der Nachwuchs der Kamerunschafe, weiß Detlef Zimmermann. Der Nachwuchs kam zwischen Weihnachten und Neujahr.
Viele Besucher füttern die Tiere — entweder mit dem Futter, das es am Eingang zu kaufen gibt oder mit mitgebrachtem Obst, Gemüse oder hartem Brot. Als Wildparkmitarbeiter Christoph Schuster Zwergziegenbock „Flocke“ und seinen Harem füttert, fangen die beiden Zwergesel Lucy und Benny im Gehege daneben an zu schreien. Sie wollen was ab haben.
„2018 war ein sehr gutes Wildparkjahr“, resümiert Jochen Hanschel. Mit rund 60 000 Besuchern kamen etwa 9000 mehr als im Jahr zuvor. „Das verdanken wir vor allem dem langen, trockenen Sommer“, weiß der Wildparkleiter aus der Geschäftsführung der Gronenfelder Werkstätten. Nach Vorhaben für dieses Jahr gefragt, nennt er den Ersatzneubau der Sittich–Voliere, die dann auch begehbar sein soll. In der Wildparkschule erwartet Maria Schwabe wieder interessierte Schülergruppen.
Bis zum 31. März ist der Wildpark täglich 9 bis 16 Uhr, die Gastronomie „Kobel“ Mittwoch bis Sonntag 11 bis 16 Uhr geöffnet.




