Bombe in Frankfurt (Oder): Fliegerbombe zwischen Booßen und Treplin wird gesprengt

Bei Frankfurt (Oder) wurde eine Bombe gefunden, die nun gesprengt werden muss. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) der Polizei wird sich der Sache annehmen. (Symbolfoto)
Philipp Schulze/dpaAuf einem Feld zwischen Booßen und Treplin wurde im Zuge von Bauarbeiten eine Bombe entdeckt. Bei dem Fund handelt es sich vermutlich um eine größere Fliegerbombe, die ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm aufweisen könnte. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) hervor, in der der genaue Fundort nicht genannt wird.
Die Sprengung der Bombe soll laut Mitteilung sehr kurzfristig erfolgen und ist für Freitag (30.8.) zwischen 9 und 13 Uhr angesetzt. Die Frankfurter Feuerwehr sei informiert und wird unter anderem für die Absperrung des Areals zuständig sein, damit die Sprengung gefahrenfrei ablaufen kann. Durchgeführt wird sie vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) der Polizei.
Bombe nahe Frankfurt (Oder) gefunden: Sperrung der B5 geplant?
Nach Einschätzung des KMBD sei eine Sperrung der B5 nicht erforderlich, heißt es in der Presseinformation der Stadt weiter, da der Abstand zur Bundesstraße groß genug sei.
Der Straßenverkehr kann also während der geplanten Sprengung ungehindert weiterfließen, Anwohner und Pendler können aufatmen. Über den bevorstehenden Einsatz wurde auch die Luftfahrtbehörde informiert und eine Sperrung des Luftraumes für diesen Zeitraum angezeigt, so die Stadtverwaltung.
Die Nachricht dürfte bei langjährigen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Erinnerungen an den Bombenfund vor sechs Jahren wachgerufen haben. Am Nachmittag des 10. April 2018 (Dienstag), gegen 14 Uhr, war im Stadtzentrum etwa auf Höhe der Karl-Marx-Büste bei vorbereitenden Arbeiten für archäologische Untersuchungen ein 50 Kilogramm schwerer Blindgänger gefunden worden. Rund 5000 Frankfurter mussten evakuiert werden, betroffen waren mehrere Hundert Gebäude, darunter insbesondere die großen Wohnblöcke im Bruno-Peters-Berg und in der Halben Stadt.
Für die Evakuierten wurde die Brandenburghalle als vorübergehender Aufenthaltsort bereitgestellt. Erst um 0.30 Uhr in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch hatte die Polizei Entwarnung gegeben, wonach die Betroffenen wieder in ihre Wohnungen durften.


