In Frankfurt (Oder) geht die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle wieder deutlich nach oben. Im Laufe dieser Woche registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 263 Neuerkrankungen in der kreisfreien Stadt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 512 am Montag (11.07.) auf 619 am Freitag (15.07.). Vor einem Monat hatte der Wert noch bei etwas über 200 gelegen.
Das RKI weist darauf hin, dass die Inzidenz kein vollständiges Bild des Infektionsgeschehens abbildet. Denn längst nicht alle Infizierten lassen einen PCR-Test machen, der dann bei einem positiven Ergebnis in die Statistik mit einfließt. Deshalb gehen Experten von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus. Im Umlauf sind derzeit vor allem die Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5.

Eine eigene Covid-Station gibt es am Klinikum derzeit nicht

Angekommen ist die neue Infektionswelle mittlerweile auch im Klinikum Frankfurt (Oder), wie Sprecherin Kati Brand bestätigt. „Die Zahl der mit infizierten Patienten steigt seit einigen Wochen wieder leicht an. Aktuell behandeln wir 17 Patienten mit Covid-19 auf den Normalstationen“, berichtet sie. Die Betroffenen werden in den jeweiligen Fachkliniken von den anderen Patienten isoliert. Eine eigene Covid-19-Station gebe es derzeit nicht. „Wir sind auch noch weit von den Zahlen entfernt, die wir zum Jahreswechsel bis in den März 2022 gesehen haben“, sagt Kati Brand.
Was ebenfalls auffalle: Kein Covid-Patient liege aktuell auf der Intensivstation, „und das schon seit Wochen“. Auch einen Todesfall habe es seit längerem nicht mehr gegeben. Die Zahl der schweren Verläufe und notwendigen Beatmungen bei besonders gefährdeten Altersgruppen sei niedriger als zu den Hoch-Zeiten der Pandemie, was vor allem auf den Impfschutz zurückzuführen sein dürfte, so die Sprecherin.
Seit dem ersten Fall im März 2020 gab es 19.356 positive PCR-Tests, die dem RKI aus Frankfurt (Oder) gemeldet wurden. 198 Menschen starben im Zusammenhang mit der Viruserkrankung.
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