Demo in Frankfurt (Oder)
: Wütender Autofahrer wollte Blockade an Stadtbrücke durchbrechen

Die Blockade der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) von Handwerkern und Bauern verlief größtenteils ohne Komplikationen. Doch einem Autofahrer aus den Niederlanden brannten die Sicherungen durch.
Von
Selim Pekel
Frankfurt (Oder)
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Bauern und Handwerker blockierten die Stadtbrücke in Frankfurt (Oder). In zwei Fällen musste die Polizei eingreifen und nahm insgesamt drei Strafanzeigen auf.

Selim Pekel

Von Sonntag (25.2.) um kurz nach 22 Uhr bis Montag (26.2.) um kurz vor 12 Uhr haben Bauern und Handwerker in mehreren Intervallen die Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) blockiert und so den Grenzverkehr unterbrochen. Damit wollten sie ihre Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Politik der Bundesregierung sichtbar machen.

Am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag lief die Demonstration ohne große Komplikationen an. Lediglich einige ungeduldige Demonstrationswillige, die schon etwa eine Stunde vor der mit der Versammlungsbehörde abgesprochenen Zeit loslegen wollten, mussten darauf hingewiesen werden, dass dies nicht möglich sei, hatte die Pressestelle der Polizeidirektion Ost informiert. Am Montagmorgen hingegen musste die Polizei zweimal eingreifen und nahm dabei drei Strafanzeigen auf. Grund dafür waren dabei nicht die Demonstranten, sondern gefährlich agierende Verkehrsteilnehmer.

Polizei muss bei Demo in Frankfurt (Oder) Handschellen anlegen

So sei ein Autofahrer von der Rosa–Luxemburg–Straße kommend ein anderes Fahrzeug gefährdend in den Kreuzungsbereich in Richtung Stadtbrücke gefahren, berichtet Till–Justus Hille von der Polizeidirektion Ost. Vermutlich habe er dabei eine rote Ampel ignoriert. Näher wolle man sich dazu aber nicht äußern. Gegen den Fahrer, der aus dem Verkehr gezogen werden musste, werde nun wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

In den zweiten Vorfall war nach Angaben von Hille ein niederländischer Fahrer involviert. Dieser sei von der polnischen Seite gekommen und habe nicht einsehen wollen, dass er wegen der Blockade nicht vorbeifahren kann. Er hielt nicht an, sondern fuhr — wenn auch in Schrittgeschwindigkeit — weiter und direkt auf die Demonstranten zu. Er fuhr dabei einen der Demonstranten an, der schließlich auf der Motorhaube des PKW landete. Der angefahrene Demonstrant blieb unverletzt.

Der Niederländer habe sich zunächst nicht einsichtig gezeigt, weshalb ihm kurzzeitig Handschellen angelegt werden mussten. Nachdem er für kurze Zeit im Funkwagen gesessen hatte, beruhigte er sich wieder. Gegen ihn werde nun wegen des versuchter gefährliche Körperverletzung ermittelt, so Hille. Der Mann selber stellte ebenfalls eine Anzeige, da sein Auto vom auf der Motorhaube gelandeten Demonstranten beschädigt worden sei.

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