Auch wenn vielen Menschen angesichts von Inflation und steigenden Energiepreisen gerade wenig nach Shopping zu Mute ist – und die Einzelhändler mit Blick auf Weihnachten genau deshalb in Sorge sind – wird es in diesem Jahr in der Adventszeit noch zweimal die Gelegenheit geben, an Sonntagen in Frankfurt (Oder) die Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Sowohl am 4. Dezember 2022 (2. Advent) als auch am 18. Dezember 2022 (4. Advent) dürfen die Geschäfte zwischen 13 und 20 Uhr öffnen. Anlass sind die Weihnachtsmärkte.
Und auch im kommenden Jahr 2023 soll es eine Reihe von verkaufsoffenen Sonntagen geben. Über die Termine entscheiden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag (20.10.).

Verkausoffen an zwei Dezemberwochenenden 2023 in Folge

Voraussetzung sind besondere und regionale Ereignisse in der Stadt. Das brandenburgische Ladenöffnungsgesetz erlaubt an maximal fünf Sonn- und Feiertagen im Kalenderjahr im gesamten Stadtgebiet sowie an einem weiteren Sonn- oder Feiertagen aufgrund regionaler Ereignisse in Stadtteilen die Öffnung von Geschäften.
Auf dieser Grundlage sollen in der gesamten Stadt am 10. Dezember 2023 und am 17. Dezember 2023 die Geschäfte öffnen dürfen. Denn an beiden Adventswochenenden findet in der Innenstadt nicht nur der städtische Weihnachtsmarkt (City-Weihnacht) statt, sondern auch der Weihnachtmarkt in St. Marien. Darüber hinaus gibt es auch im SMC im Stadtteil Nord einen Adventsmarkt. Insgesamt wird bei allen Veranstaltungen zusammen mit mehr als 50.000 Besuchern gerechnet.
Verkaufsoffene Sonntage sind außerdem auch am Sonntag, 2. April 2023, geplant, an dem in der Innenstadt der City-Frühling der Messe- und Veranstaltungs GmbH sowie im Spitzkrug Multi Center das Frühlingserwachen gefeiert wird, sowie am 1. Oktober 2023 zum Erntedankfest im SMC.

Die Gewerkschaft Ver.di lehnt Sonntagsöffnungen ab

Das Gewerbeamt der Stadt gibt allen betroffenen Parteien (Veranstalter, Vereine, Handelseinrichtungen, Behörden, Kammern, Verbände und Gewerkschaften) in jedem Jahr die Möglichkeit, Stellung zu den Vorschlägen zu nehmen. Einwände erhebt regelmäßig nur die Gewerkschaft Ver.di, die Sonntagsöffnungen zum Schutz der Beschäftigten ablehnt.
2020 und 2021 waren viele geplante, verkaufsoffene Sonntage ausgefallen. Die dazugehörigen Feste wurden aufgrund der Pandemie abgesagt, die gesetzliche Grundlage für die Sonntagsöffnungen war damit hinfällig.