Einrichtungshaus: Auf Hoffmann folgt Poco im Möbelhaus im SMC Frankfurt

Ausverkauf bei Hoffmann-Möbel im Norden von Frankfurt (Oder). Ab Juni übernimmt hier Poco.
René MatschkowiakInhaber Frank Pritzsche hatte auf Medien-Nachfrage mitgeteilt, dass der Mietvertrag für das Objekt nicht verlängert wurde und zum 31. Mai auslaufe. „Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, weil wir uns in Zukunft noch intensiver auf unsere Standorte in Süd-Brandenburg und Nord-Sachsen konzentrieren werden“, sagte Pritzsche in einer Mitteilung an die Belegschaft. Neben Frankfurt hat das Möbelhaus Filialen in Cottbus, Hoyerswerda, Elsterwerder sowie am Stammsitz in Guben. Diese Standorte sollen erhalten bleiben.
Das große Frankfurter Objekt bleibt nicht leer stehen. Schon zum 1. Juni soll das Einrichtungshaus Poco den Mietvertrag fortführen, wie Pressesprecher Thomas Horschler bestätigte. „Frankfurt ist für uns ein attraktiver Standort, den wir schon lange beobachten“, erklärt er. Das zur österreichischen XXXLutz Gruppe gehörende Unternehmen, das bis vor einigen Jahren unter „Poco Domäne“ firmierte, betreibt in Deutschland bereits 125 Märkte. Laut Hoffmann-Möbel-Chef Frank Pritzsche werden alle Frankfurter Mitarbeiter unter Anerkennung ihrer arbeitsrechtlichen Konditionen, wie Betriebszugehörigkeit, Gehalt und Urlaub, von Poco übernommen. In jeder Hoffmann-Möbel-Filiale arbeiten nach seinen Angaben 25 bis 30 Mitarbeiter.
„Im Durchschnitt eröffnen wir unsere neuen Pocofilialen mit etwa 70 Mitarbeitern“, sagt Thomas Hirschler. Was einen weiteren Arbeitskräftebedarf zur Folge hätte. Das neue Einrichtungshaus ist kein reiner Möbelmarkt. Poco bietet auch Laminat, Farben sowie Haushalts- und Geschenkartikel an.
In Brandenburg betreibt Poco schon Märkte in Schwedt und Wildau. Wann genau die Neueröffnung in Frankfurt nach dem Mieterwechsel und fälligen Umbau stattfinden soll, kann der Sprecher noch nicht sagen. „Das hängt auch von den Genehmigungsverfahren ab“, erklärt Hirschler. Auf jeden Fall werde es „deutlich im zweiten Halbjahr“.
Im benachbarten SMC freut man sich schon auf die neuen Nachbarn. „Wir sehen Synergieeffekte und erwarten durch den höheren Bekanntheitsgrad eine positive Auswirkung auf das gesamte Einzelhandelsareal am Spitzkrugring. Da sich die nächstgelegenen Märkte der Einrichtungskette in Berlin befinden, wird unser Standort durch zusätzliche Besucherströme aus der Region profitieren“, sagt SMC-Managerin Elitza Yashar. Mit der Ankündigung der Schließung von Hoffmann-Möbel steht für den Standort Frankfurt nun der Räumungsverkauf an. Er wurde Ende Januar gestartet, wie das Unternehmen mitteilte.