Einzelhandel
: Getränke Hoffmann will Markt am SMC eröffnen

Neben Aldi an der Berliner Chaussee ist der Neubau eines Getränkemarktes geplant. Die Eröffnung ist für den Herbst 2020 geplant.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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Blick auf die Freifläche neben dem Aldi-Discounter am SMC. Dort soll - sobald alle Genehmigungen erteilt sind - im kommenden Jahr ein Getränkemarkt entstehen.

Thomas Gutke

Auf 650 Quadratmetern Verkaufsraumfläche sollen Kunden aus über 3500 Artikeln auswählen können. Der Markt werde sich durch „eine hohe Energieeffizienz bei Beleuchtung und Kühlung“ sowie ein „neuartiges Produktionskonzept“ auszeichnen. „Wenn alle Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind, planen wir die Eröffnung der Filiale im Herbst 2020“, so Bühner. Am neuen Standort werden dann demnach auch drei bis vier neue Arbeitsplätze entstehen.

Bevor es losgehen kann, braucht es noch die Zustimmung der Stadtverordneten. Eine Empfehlung des Ausschusses für Stadtentwicklung gibt es bereits. Das Fachgremium hatte sich in der vorigen Woche ausführlich mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den Getränkemarkt befasst. Wie Torsten Bock vom Bauamt informierte, sei für die Fläche Anfang der 90er Jahren einmal der Bau von drei– bis viergeschossigen Bürokomplexen geplant gewesen. „Man dachte, dass das SMC noch weitere Nutzungen anzieht. Doch der Plan ist nie zur Umsetzung gekommen“, berichtete Torsten Bock.

Der nun vorgesehene, frei stehende Getränkemarkt soll vom Bautyp her an den Stil des Aldi–Marktes angelehnt sein. Zudem werden 17 Stellplätze gebaut. Was der Stadt ebenfalls wichtig war: dass zwischen Discounter und Getränke Hoffmann eine Sichtachse von der B5 zur markanten Glaspyramide des SMC bestehen bleibt.

Ausschuss für Bebauungsplan

Der Projektentwickler musste zudem den Nachweis erbringen, dass sich der Getränkemarkt mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt verträgt und beispielsweise  keine Kaufkraft aus den Nahversorgungsbereichen HEP, Südringcenter und Hansa Nord abgezogen wird. Im Bebauungsplan heißt es dazu, dass keine negative Auswirkungen zu erwarten seien. Auch mit dem SMC selbst habe es Abstimmungen gegeben. Der Getränkemarkt werde als Unterstützung gesehen, so Bock.

Von den Ausschussmitgliedern wurde das Bauvorhaben grundsätzlich begrüßt. Der AfD–Fraktionsvorsitzende Ingolf Schneider fragte, ob sich ein Getränkemarkt an der Stelle überhaupt rechne. Auch Wolfgang Behrens von der CDU–Fraktion meinte: „Investruinen fänden wir nicht schön“. Ralph Würzner, Geschäftsführer bei der Real Projektbau GmbH, erklärte, er erwartete, dass der Markt den Standort weiter beleben werde. „Es wäre etwas anderes, wenn man auf der grünen Wiese baut“. Das unternehmerische Risiko sei dann größer.