Feuerwerk zum Finale
: Frankfurter Weihnachtsmarkt noch bis Sonntag geöffnet

Noch bis Sonntag hat der Frankfurter Weihnachtsmarkt geöffnet. Das Fazit von Organisator Robert Reuter fällt positiv aus. Am Freitag gab es zum Finale ein großes Feuerwerk.
Von
René Matschkowiak
Frankfurt (Oder)
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Der Weihnachtsmarkt am Rathaus hat noch bis Sonntag geöffnet. Auf die Besucher warten leckere Waffeln, Bratwurst und Glühwein.

René Matschkowiak

Weihnachten geht in der Oderstadt in die Verlängerung. Zumindest wenn man sich auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus umschaut. Keine der Buden wurde über die Feiertage abgebaut. „Noch bis zum 29. Dezember ist der Markt geöffnet“, erklärt Robert Reuter, Cheforganisator bei der Messe– und Veranstaltungs GmbH. Am Freitagabend gab es zudem ein von den Händlern als Dank finanziertes Feuerwerk. „Wir wollen für viele der Besucher und Frankfurter ein zusätzliches Angebot schaffen“, erklärt er. „Gerade nach den Feiertagen haben viele Zeit, sich zu treffen“, so Reuter.

Kirmes vor allem für Jugendliche

Einzig die Fahrgeschäfte auf dem Brunnenplatz wurden abgebaut. „Die Schausteller sind das ganze Jahr unterwegs und wollten mit ihren Familien ordentlich Weihnachten feiern.“ Die gelegentliche Kritik an der Kirmes zur Weihnachtszeit – die einigen nicht besinnlich genug ist – findet er unbegründet. „Das Angebot ist ja nicht unbedingt für uns Erwachsene gemacht“, findet er. Mit dem Rummel spreche man besonders Kinder und Jugendliche an, und die nutzten die Fahrgeschäfte auch. Deshalb sei jetzt schon vereinbart, dass es im nächsten Jahr wieder einen vorweihnachtlichen Rummel geben wird. Auch das Kinderkarussell auf dem Weihnachtsmarkt fand viele Mitfahrer.

Ob auch der Weihnachtsmarkt 2020 eine Verlängerung erleben wird, steht dagegen noch nicht fest. „Wir schauen uns erst an, wie die Tage nach Weihnachten verlaufen“, so Robert Reuter. Allerdings könne man dazu nicht nur den Umsatz heranziehen. „Einige Neuerungen brauchen auch Zeit, sich zu entwickeln“, sagt er. So habe es beispielsweise im vorigen Jahr in den sozialen Netzwerken viel mehr Kritik am – damals neuen – Standort des Weihnachtsmarktes gegeben. „In diesem Jahr war das deutlich weniger und auch die Besucherzahlen waren höher“. Und das alles trotz Baustelle am Rathaus. „Das haben wir natürlich im Vorfeld gewusst und uns trotzdem für diesen Ort entschieden. Auch das Stadtfest wird trotz Baustelle wieder rund um das Rathaus stattfinden“, blickt er auf den Sommer voraus.

In diesem Jahr hatten die Organisatoren die Buden auf dem Weihnachtsmarkt etwas enger gestellt, was für eine gemütlichere Atmosphäre sorgte. „Außerdem gab es einen wirklich schönen Weihnachtsbaum“, schwärmt Reuter. Für den sei das Budget dank Sponsoring der Stadtwerke auch etwas höher ausgefallen. Die Eingangstore zum Markt seien ebenfalls einladender gewesen.

Hauptgeschäftszeit am Abend

Dass es kein Riesenrad mehr gab, hatte ökonomische Gründe. Zuwenig Frankfurter nutzten die Aussicht im letzten Jahr. Allerdings gab es so zumindest einige Parkplätze in Weihnachtsmarktnähe mehr. „Die Hauptgeschäftszeit hat sich gegenüber des Marktes auf dem oberen Brunnenplatz eindeutig verlagert“, so Reuter. Vor allem in den Abendstunden nach Feierabend treffen sich viele Frankfurter, um auf dem Markt etwas zu essen oder einen Glühwein zu trinken.

Auch künftig werde der Markt daher auf ein breites kulinarisches Angebot ausgerichtet sein. Um einen Händler mit Erzgebirgskunst nach Frankfurt zu holen, kaufen die Besucher schlicht zu wenig. Einer habe ihm mal den Umsatz vorgerechnet, den er für fast 30 Tage Weihnachtsmarkt benötigt und da musste auch Robert Reuter abwinken. „Kaum zu schaffen“, erklärt er. Mit dem Adventsmarkt in St. Marien gebe es an zwei Wochenenden im Dezember aber schließlich ein sehr gutes zusätzliches Angebot. Insgesamt zieht Robert Reuter daher trotz schwieriger Umstände, wie der Baustelle, ein positives Fazit.