Die Aufhebung wurde am späten Dienstagabend veröffentlicht und tritt am 07.09. offiziell in Kraft. Die Einschränkungen galten seit dem 12. August. Innerhalb des Stadtgebietes ausdrücklich verboten waren das Baden, Tauchen, die Wasserentnahme (ausgenommen behördliche Probenentnahmen), das Tränken von Vieh, das Schwemmen (Spülen) sowie das Angeln. Auch Hundebsitzer durften mit ihren Tieren nicht ans Ufer. Zuvor waren entlang der Oder tonnenweise tote Fische den Fluss entlanggetrieben und an die Ufer gespült worden.
Zwar sind die Ursache und die Hintergründe bis heute nicht umfassend geklärt, doch der Zustand der Oder hat sich inzwischen deutlich gebessert. Aufgrund aktueller Erkenntnisse der Umweltbehörden gehe „von dem Gewässer für die Allgemeinheit keine Gefahrenlage“ mehr aus, erklärt die Stadt.

Stadt stützt sich auf Empfehlung des Umweltministeriums

Bei ihrer Rücknahme der Einschränkungen, die vor allem als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen waren, beruft sich die Stadtverwaltung auf eine entsprechende Empfehlung des Umweltministeriums vom 6. September für die von dem massiven Fischsterben betroffenen Landkreise in Ostbrandenburg.
„Die Empfehlung stützt sich auf die aktuellen Erkenntnisse zur deutlichen Erholung der Oder mit nur geringen Algenzellzahlen und das Wissen, dass die Toxine der Goldalge hauptsächlich auf Fische, Muscheln und Schnecken wirken, nicht aber auf Säugetiere oder Menschen. Daher ist davon auszugehen, dass der Kontakt mit Wasser aus diesem Gewässer für Mensch und Tier nicht gefährlich ist“, heißt es in der Begründung zur Aufhebung.
Das Betreten der Uferflächen an der Oder ist damit wieder erlaubt, ebenso das Angeln entsprechend der üblichen Vorschriften, der Spaziergang mit dem Hund sowie das Tränken von Weidetieren. Eine (offizielle) Badestelle an der Oder in Frankfurt gab es ohnehin seit Jahren nicht mehr.