Die Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice wurde einem Bericht der Bundespolizei zufolge erneut zum Schauplatz einer Konfrontation zwischen mutmaßlichen Schleusern und den Beamten. Letztere haben sowohl am Sonnabend (12.11.) als auch am Sonntag (13.11.) jeweils einen Versuch unerlaubter Einreise von Flüchtlingen aufgedeckt.
Demnach hielten Polizisten auf Streife am Sonnabend, gegen 7.30 Uhr, einen Audi mit polnischem Kennzeichen an, ohne zu ahnen, was der Fahrer kurz darauf vorhatte. Dieser stoppte zunächst tatsächlich sein Fahrzeug und öffnete die Fahrertür. Doch dann fuhr er plötzlich wieder los und beschleunigte in eine Einbahnstraße hinein. Dabei „verletzte er einen Beamten am Knie“, heißt es im Polizeibericht.

Fahrer flüchtete sich zu Fuß ins Gebüsch

In der Einbahnstraße gab es für den Audi jedoch kein Durchkommen. „Aufgrund entgegenkommender Fahrzeuge stoppte der Fahrer und flüchtete zu Fuß weiter“. Zur Verstärkung gerufene Einsatzkräfte konnten den 24-Jährigen, der sich in einem Gebüsch versteckt hatte, schließlich festnehmen. Es stellte sich heraus: Bei dem Fahrer, „ein 24-jähriger syrischer Staatsangehöriger“, handelt es sich um eine „wegen mehrerer Schleusungsdelikte einschlägig polizeibekannte“ Person, so die Bundespolizei.
Im Fluchtwagen befanden sich zu diesem Zeitpunkt sechs weitere Personen – zwei von ihnen im Kofferraum: „Die syrischen Staatsangehörigen im Alter von 16 bis 25 Jahren hatten keinerlei aufenthaltslegitimierende Dokumente dabei“, so die Bundespolizei.

Bundespolizei greift acht Personen ohne Dokumente auf

Wenig später, am Sonntag, hielten die Beamten dann einen aus Polen kommenden Chrysler Voyager an. Der Fahrer, ein „ein 39-jähriger lettischer Staatsangehöriger“, wollte acht Personen über die Grenze befördern: „Die [...] Insassen, zwei afghanische, zwei tadschikische und vier indische Staatsangehörige zwischen 18 und 38 Jahren, verfügten über keine erforderlichen Dokumente für eine legale Einreise nach Deutschland.“
Die Bundespolizisten nahmen in beiden Fällen die mutmaßlich geschleusten Personen mit zur Dienststelle und leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts ein. Nach Abschluss der Bearbeitung und Äußerung von Schutzersuchen übergaben die Beamten sie an die Zentrale Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt. Der 16-Jährige kam in die Obhut eines Kinder- und Jugendnotdienstes.
Was die Fahrer betrifft, kam der 24-jährige syrische Staatsangehörige in U-Haft, der andere mutmaßliche Schleuser hingegen erhielt eine Anzeige wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und wurde nach Abschluss der Bearbeitung von der Dienststelle entlassen.
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