Frankfurter HC
: Für die Zukunft gut aufgestellt

Beim Frankfurter HC ist eine gute Nachwuchsarbeit Voraussetzung für künftige Erfolge.
Von
Matthias Braun
Frankfurt (Oder)
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Die D-Jugend des Frankfurter HC konnte sich in der "unvollendeten Saison" hauchdünn vor dem HSV Frankfurt den Titel sichern.

Frankfurter HC

„Für die Handballerinnen, Eltern und Trainer war das eine völlig neue Situation“, berichtet Quast. „Die Übungsleiter hatten sich mehr mit Pandemieverordnungen, Absagen und Plänen für das Training in den eigenen vier Wänden zu beschäftigen. Besonders weh taten die Stornierungen für geplante Turniere und Testspiele.“ Dennoch können sich die Ergebnisse der „unvollendeten Saison“ sehen lassen, findet der 52–jährige Übungsleiter.

C–Jugend gewinnt alle Spiele

In der C–Jugend–Oberliga konnte sich das Team von Pawel Kaniowski und Nils Dochow überzeugend und ungeschlagen durchsetzen. Alle neun Saison–Begegnungen gegen die Konkurrenz aus Wildau, Falkensee und Doberlug–Kirchhain wurden deutlich gewonnen. In Angriff und Abwehr bestimmten die Frankfurterinnen das Niveau der Liga. „Wir haben großen Wert auf die individuelle Entfaltung der Spielerinnen gelegt, die darüber hinaus an der Sportschule eine ausgezeichnete Ausbildung erfahren“, berichtet Nils Dochow. „Die Fortschritte in Athletik, Technik und Spielverständnis sind sichtbar und bestätigen unser Konzept.“

Für die D–Jugend–Mannschaft (Jahrgänge 2007 und 2008) waren die Saisonziele ein wenig differenzierter formuliert. In erster Linie ging es um die umfassende Weiterentwicklung der Spielerinnen und eine damit verbundene erfolgreiche Bewerbung für die Sportschule. Aus der Trainingsgruppe von Mario Quast und Henriette Doerfert konnten sich gleich sechs Mädchen für die Einschulung 2020/21 empfehlen. „Wir haben die Trainingspläne überarbeitet und gezielt die Stärken und Schwächen der einzelnen Mädchen ermittelt. Wichtig waren die Hinweise von Landestrainer Uwe Trautmann bei der Sichtung. Das kontinuierliche Feedback und die Abstimmung mit Wolfgang Dahlmann vom Olympiastützpunkt haben Stück für Stück die Leistungen der einzelnen Spielerinnen verbessert“, erzählt Henriette Doerfert.

Das Konzept ging auf. In der Kreisliga wurden die jungen Handballerinnen auf allen Positionen gefordert, Erlerntes aus dem Training probiert und Neues gewagt. Die Variabilität im Angriff steigerte sich von Spiel zu Spiel. „Wir haben sehr gute Partien mit knappem Ausgang erlebt. Alle Akteure wurden gefordert und eingesetzt. Daher hat jede Spielerin einen wichtigen Anteil am Erfolg. In der Abwehr und auf den Torwartpositionen bestimmten wir das Niveau maßgeblich mit“, zeigt sich Mario Quast zufrieden.

Der Kreismeistertitel musste nach dem Saisonabbruch schließlich am grünen Tisch entschieden werden. Punktgleich standen der FHC und der HSV Frankfurt an der Tabellenspitze. Wie in so vielen anderen Ligen kam die Quotientenregel und in diesem Fall sogar die Wertung der direkten Vergleiche zur Anwendung. Hier hatte der FHC knapp die Nase vorn, hatte in der Summe beider Duelle genau ein Tor mehr erzielt (FHC–HSV 22:20, HSV–FHC 22:21) und wurde zum Kreismeister 2020 gekürt. „Wir freuen uns für die Mädchen, die sich mit einem Titel belohnen konnten und nun mit dem Wechsel in die C–Jugend neue Herausforderungen zu bewältigen haben. Wir sind uns sicher, dass sie auch diese Aufgaben meistern werden“, zeigt sich das Trainerteam überzeugt.

Die E–Jugend hat sich als Mannschaft gesucht und gefunden und kann auf das Erreichen des Pokalfinales und den Bronzeplatz in der Kreisliga stolz sein. Die Übungsleiter Jenny Hoffmann und Danny Maaß haben eine spielstarke Mannschaft geformt, die sich über Individualität und Einsatzwillen definiert. „Uns ist es gelungen, die Leistungen der einzelnen Spielerinnen erheblich zu steigern, Selbstbewusstsein und Teamgeist zu entwickeln. Wir hätten gerne die Saison mit dem Pokalfinale beendet. Aber das Erreichen des Finales und der Podiumsplatz haben alle Erwartungen erfüllt. Die Vorbereitungen auf die neuen Herausforderungen, die in der Kreisliga der D–Jugend ungleich höher sind, laufen bereits an“, erzählen die beiden Verantwortlichen.

Die zweite Mannschaft des FHC, eine Mischung aus E– und F–Jugend konnte bereits wichtige Erfahrungen in der Kreisliga sammeln. Die Übungsleiterin Doreen Bähr sieht das Team auf einem guten Weg und für die neue Saison in der Kreisliga der E–Jugendlichen gerüstet. „Das Erlernen der Handball–Grundlagen steht erst einmal im Vordergrund und nicht das taktische Agieren und die Jagd nach Punkten. Gelungene Aktionen und die Freude über die kleinen Erfolge haben aus Einzelkämpfern schon kleine Handballerinnen gemacht. Wir freuen uns schon auf die neue Saison“, zeigt sich die Trainerin stolz auf das Erreichte.

Vorstand fördert Weiterbildung

Der FHC–Vorstand sieht in der Nachwuchsausbildung eine ganz entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Zukunft. „Gerade in die Kinder– und Jugendarbeit müssen moderne und hochwertige Konzepte Eingang finden“, sagt Mario Quast. Daher legt der Verein ein großes Augenmerk auf die Aus– und Weiterbildung der künftigen Trainer. Derzeit befinden sich vier von ihnen in der Ausbildung zur C–Trainer–Lizenz, im Herbst werden weitere die Ausbildung beginnen.

Darüber hinaus unterstützt der Verein das Projekt „Kita–Verein“ der AWO–Integrationskita „Am Mühlental“. Im vergangenen Jahr konnten Kita–Leiterin Petra Dochow und Erzieher Pierre Boldt das Gütesiegel „Bewegungskita“ des Landessportbundes Brandenburg und der Brandenburgischen Sportjugend nach einem anspruchsvollen Zertifizierungsverfahren in Empfang nehmen. „Frankfurt ist eine Handballstadt und soll es auch bleiben. Dieser Weg führt nur über eine qualifizierte Kinder– und Jugendarbeit. Mädchen der Jahrgänge 2011 bis 2013 sind bei uns herzlich willkommen“, sieht Quast den FHC für die Zukunft bestens aufgestellt.

InteressierteMädchen können sich zu einem Probetraining in der Geschäftsstelle des Vereins (per E–Mail an info@f-hc.de) anmelden.