Fußball
: Derbysieg zum Herbstfeuer

Mit einem hart erkämpften 2:1 gegen den Müllroser SV schiebt sich Blau-Weiss Markendorf in der Landesklasse auf den achten Platz.
Von
Volker Rudolph
Markendorf
Jetzt in der App anhören

Müllroses Peter-Felix Richter (links) versucht sich auf artistische Art und Weise gegen Markendorfs Jason Hintze.

michael benk

Es entwickelte sich durchgängig ein kämpferisches Landesklasse-Spiel, nichts für Fußballästheten. In der ersten halben Stunde waren die Gäste präsenter und den Blau-Weissen merkte man deutlich die Verunsicherung nach dem Pokalaus in der Vorwoche an. Die Lebensversicherung Piotr Dmuchowski hielt mit Glanzparaden gegen Paul Herrmann die Blau-Weissen im Rennen. Müllrose kam dennoch zum Führungstreffer durch eine unglückliche Aktion von Mateusz Nowaczewski, der ein Zuspiel vom Müllroser Philipp Schiller ins eigene Tor abwehrte (38.). Jetzt wachten die Gastgeber auf und kamen zu Offensivaktionen über Ceyhan Güleryüz. Randy Bresch gelang kurz vor dem Pausenpfiff mit einer herrlichen Direktabnahme einer Flanke von Mateusz Nowaczewski der wichtige Ausgleichstreffer (44.).

Die Partie blieb nach dem Pausentee weiter äußerst kämpferisch. Eric Vincent Northe konnte nur per Foulspiel gestoppt werden, Güleryüz verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt rechts oben ins Tor (53.). Müllrose wurde jetzt wieder offensiver und die Blau-Weissen praktizierten ein passables Konterspiel. Sascha Kloß hatte die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber mit einem Heber über Torwart Philipp Reschke am Pfosten und anschließend beim Nachschuss. Gäste-Torjäger Paul Herrmann hatte dann noch eine riesige Ausgleichschance, doch er vergab aus bester Position. Es war für ihn ein „gebrauchter Tag“. Die Defensive der Markendorfer klärte alle weiteren Gästebemühungen clever und effizient und rettete den knappen Sieg über die Zeit.

Nun weite Reise nach Luckau

Trainer Denny Danowski war nur glücklich und stolz auf die kämpferische Antwort seiner Jungs nach dem Pokalaus. Der neutrale Trainer Helmut Fritz (Grün-Weiß Rehfelde), der den nächsten Gegner beobachtete, attestierte dem Gastgeber eine gute Steigerung in Hälfte zwei und sehr cleveres taktisches Verhalten. Die weitere intensive Auswertung des Spiels erfolgte dann beim gelungenen Herbstfest bei Speis und Trank und am wärmenden Herbstfeuer.

Die nächste Aufgabe steht für Blau-Weiss am Sonnabend um 14 Uhr bei Rot-Weiß Luckau an. Von dieser weiten Reise will man nicht punktlos heimkehren.

Blau-Weiss Markendorf: Piotr Dmuchowski – Mateusz Nowaczewski, Pascal Trampe, Randy Bresch, Jason Hintze – Maciej Lowiecki, Sascha Kloss, Kamil Krzeptowski, Olaf Wittenberg – Ceyhan Güleryüz, Eric Vincent Northe (68. Lukas Herrmann)

Müllroser SV: Philipp Reschke – Lukas Gräber, Oliver Seifert (81. Felix Hackel), René Franz, Elias Ponta, Nils Unglaube, Philipp Schiller, Peter-Felix Richter (57. Eric Sellin), Christopher Krüger, Jannik Krause (70. Adolf Kampioni), Paul Herrmann

Tore: 0:1 Mateusz Nowaczewski (38./Eigentor), 1:1 Bresch (44.), 2:1 Güleryüz (53./Foulelfmeter) – Schiedsrichter: Tobias Kastner (Eisenhüttenstadt) – Zuschauer: 281