Fußball
: Markendorfer mit Heimstärke zum Ligaverbleib

Die Landesklasse-Kicker vom SV Blau-Weiss Markendorf haben in der Staffel Ost auf dem 13. Tabellenplatz überwintert.
Von
Volker Rudolph
Markendorf
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Offensiv-Hoffnung für Blau-Weiss Markendorf: der von Polonia Slubice gewechselte Dawid Zurawski (rechts/im Testspiel gegen den Wiesenauer Nico Krause)

michael benk

In der sehr ausgeglichenen Staffel haben die Markendorfer zum Drittletzten Müllroser SV fünf Zähler Vorsprung. Zum Fünften Bestensee besteht ein Rückstand von fünf Punkten. Da es bedingt durch eventuell mehr Absteiger aus den höheren Ligen durchaus mehr als die zwei Absteiger in der Staffel geben kann, ist für die Randfrankfurter höchste Wachsamkeit geboten. Vieles in beide Tabellenrichtungen ist möglich.

Von Beginn der Rückrunde an will das Team deshalb bestrebt sein, sein Punktekonto weiter aufzustocken. Man setzt dabei auch auf die dann noch zu bestreitenden neun Heimspiele am Apfelweg, wo auch der damalige Spitzenreiter Luckenwalde II (3:2), der Müllroser SV (2:1) und der SV Woltersdorf (1:0) bezwungen wurden.

Es wurden bisher zehn Heimpunkte aus sechs Spielen eingefahren. Aus den neun Auswärtsspielen wurden acht Zähler geholt und dabei zwei wichtige Auswärtssiege in Müncheberg (1:0) und zum Hinrundenabschluss in Bruchmühle (2:0) errungen. In 15 Punktspielen waren fünf Siege, drei Remis und sieben Niederlagen zu notieren.

Torschützenbester der Mannschaft ist Ceyhan Güleryüz mit sechs Treffern (16. der Ligarangliste) vor Matthias Kossatz (drei Treffer) und Randy Bresch mit zwei Treffern. In der Fairnesstabelle liegt Blau-Weiss mit einer Quote von 2,46 auf Platz 11. 19 erzielte Tore und 29 Gegentore bedeuten Ranglistenplatz 14 und 10 in der Liga.

Im Kreispokal-Wettbewerb schieden die Markendorfer beim Kreisoberligisten 1. FC Frank-furt II klar mit 0:5 in der 2. Runde aus.  Viele Verletzungen, auch von wichtigen Führungsspielern, mussten bei Blau-Weiss in der Hinrunde kompensiert werden (zeitweise war das Lazarett mit neun Spielern gefüllt) und dadurch hat das Pokalsiegerteam der Ü 35 regelmäßig mit Spielern ausgeholfen.

Nach der Teilnahme an drei Hallenturnieren über den Jahreswechsel hinweg befindet sich die vom Trainerduo Denny Danows–ki/Matthias Wiegand geführte Markendorfer Mannschaft seit dem 21. Januar im Trainingsprozess und hat in Vorbereitung auf den Rückrundenstart vier Testspiele bestritten.

3:1 gegen Landesligist Dynamo

Nach einem 3:1 gegen den Landesligisten Dynamo Eisenhüttenstadt auf Kunstrasen in Wiesenau bezwang Blau-Weiss auswärts die TSG Lübbenau (5:4), die SG Wiesenau (5:0) und vor einer Woche den VfB Steinhöfel mit 4:2.

Die letzten Trainingseinheiten waren dann auch von den Erkenntnissen aus diesen Spielen geprägt und es ging auch um mehr Vielfalt im taktischen Verhalten im Hinblick auf das Rückrundenprogramm. Als Winterneuzugänge begrüßte die Mannschaft den ambitionierten Torjäger Dawid Zurawski (Polonia Slubice), Rückehrer Eric Wieland (Lokomotive Frankfurt) und Alexander Bernwald (1. FCF). Florian Schrape will in der Rückrunde auch im Trainings- und Spielbetrieb wieder präsenter sein. Das Eigengewächs Nico Sachse stößt als dann 18-jähriger Reservekeeper zur Mannschaft.

Somit ist das Team breiter aufgestellt und es ergeben sich mehr Variationsmöglichkeiten für die Trainer. Die Markendorfer Mannschaft will am Sonnabend im ersten Heimspiel von Dreien am Stück gegen den FC Viktoria Jüterbog (9.) gleich hellwach sein und sofort in die Punktespur finden. Vorstand, Trainer und Mannschaft sind vorsichtig optimistisch, dass ohne erneute Verletztenseuche und mit Teamspirit doch eine gute Saisonendplatzierung im Sommer möglich ist, um danach in die dann schon neunte Spielserie am Stück in der Landesklasse Ost für Blau-Weiss zu starten. Das wäre für die „Südfrankfurter“ als Fußball-Nummer zwei in der Stadt eine doch beeindruckende und höchst respektvolle Bilanz.