Fußball: Undankbare Aufgabe

Wollen Wiedergutmachung: Frankfurts Torhüter Tim kleine Lamping und Mitspieler Hendrik Haack sind nach einem der acht Gegentore im Landespokal gegen Union Fürstenwalde am Boden.
michael benkDie Frankfurter (5./13) sehen sich ab 15 Uhr vor einer undankbaren Aufgabe beim Tabellenletzten (16./1), der mit sechs Niederlagen und einem Unentschieden (zuletzt 1:1 beim FSV Bernau) ganz schlecht gestartet ist. „Klar, alle erwarten einen Sieg, wir müssen im dritten Anlauf erstmals auswärts gewinnen und so Kontakt zur Spitze halten“, fordert der Coach. Zur gleichen Stunde treffen der RSV Eintracht (1.) gegen Lübben (3.) und Altlüdersdorf (2.) in Petershagen (4.) in den Tages-Spitzenspielen der 8. Runde aufeinander.
Im Vorjahr hatten die Oderstädter beim „Liga-Dino“, der bis auf drei Oberliga-Serien immer in Brandenburgs höchster Klasse und meist gegen den Abstieg kickte, glatt mit 5:0 gewonnen. Im Heimspiel vor sieben Monaten allerdings hatten sie sich mit einem Remis begnügen müssen. Der von anderen Vereinen umworbene Patrick Lenz hatte die Gäste in Führung gebracht, Verteidiger Erik Huwe erzielte kurz vor Schluss wenigstens noch das 1:1. „Da haben wir den Aufstieg verspielt“, merkt Mutschler bitter an.
Die derzeitige Konstellation ist ähnlich: Falkensee kämpft wieder um den Klassenerhalt, der FCF um die Spitze. Die spannende Frage ist jetzt: Wer kann die Tore machen, nachdem Artur Aniol, Sandro Henning oder Niklas Weddemar (fehlt weiterhin knieverletzt) Ladehemmung zeigten? Mit nur zehn Treffern sieht sich Frankfurt an viertletzter Position.
Vor einer ähnlichen Konstellation wie der 1. FCF sieht sich Landesklasse-Vertreter Blau-Weiss Markendorf (11./8) nach der 0:5-Pokalklatsche beim Kreisoberligisten FCF II. „Der kraftlose Auftritt nach schwacher Trainingsbeteiligung ist aufgearbeitet, Lehren sind gezogen“, schätzt Denny Danowski ein. Der Trainer freut sich auf das Nachbarschafts-Derby gegen den Müllroser SV (14./4), das im Rahmen des Herbstfeuers am Sonnabend erst um 16.30 Uhr angepfiffen wird. „Vergleiche gegen Müllrose sind immer ein Jahreshöhepunkt, und wir wollen eine notwendige Pokal-Reaktion zeigen.“ Der Coach erwartet „ein brisantes Derby, bei dem die Einstellung in den Köpfen entscheidet, keiner will verlieren“. Müllrose, mit vier Niederlagen gestartet, baut weiter auf seine „Lebensversicherung“ Paul Herrmann, der bis jetzt allein acht der 13 Treffer erzielte (in der vorigen Saison 27). Vor einem Jahr hatten sich die Schlaubetaler am Apfelweg 3:0 durchgesetzt.
Neuling spielt gegen Steinhöfel
Der mit zwei Siegen gut gestartete Kreisoberliga-Neuling Lok Frankfurt musste zuletzt Federn lassen. „Nach fünf Spielen und nur zwei Punkten reden wir nicht von Krise“, urteilt Alexander Mikulin. „Wir haben viele Punkte liegen gelassen, weil wir unsere Chancen nicht nutzten und in Drangphasen einige Kontertore kassierten“, so der Trainer. Das soll sich am Sonnabend ab 13 Uhr gegen den VfB Steinhöfel ändern. Im jungen Gastgeber-Team (Schnitt 24 Jahre) werden wieder einige Spieler fehlen, aber mit Sebastian Guhl (arbeitet als Koch in Österreich) kann man in den nächsten Wochen wieder planen.
Die drei anderen Frankfurt-Vertreter müssen am Sonnabend alle auswärts antreten.
Markendorfer Herbstfeuer am Sonnabend
Blau-Weiss Markendorf lädt am Sonnabend zum Herbstfeuer in den Apfelweg ein. Beginn ist um 12 Uhr mit einem Bambini-Turnier, um 12.15 Uhr beginnt das Kreisklassespiel der Zweiten Mannschaft gegen Tiefbau Frankfurt.
Ein Traditionsturnier zum zehnten Vereinsgeburtag startet um 14.45 Uhr. Um 16.30 Uhr wird das Landesklasse-Derby gegen den Müllroser SV angepfiffen. Um 18 Uhr gibt es einen Lampionumzug, gegen 18.30 Uhr wird das Herbstfeuer entzündet. Geboten wird außerdem Musik und Tanz. ⇥red