Hitze in Frankfurt (Oder)
: Wie Frankfurter das heiße Wochenende verbracht haben

In der rekordverdächtigen Hitze schwitzen die Menschen in Frankfurt (Oder). Wie verbringen sie das heiße Wochenende?
Von
Nicole Buhlau
Frankfurt (Oder)
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Die Hitze zeigt sich an diesem Wochenende in Frankfurt (Oder) von ihrer besten Seite. Lasse Koza schleppt Eis für seine Kollegen. Was wie verbringen die Anwohnenden die warme Zeit?

Die Hitze zeigt sich an diesem Wochenende in Frankfurt (Oder) von ihrer besten Seite. Lasse Koza schleppt Eis für seine Kollegen. Wie verbringen die Anwohnenden die warme Zeit?

Nicole Buhlau
  • Frankfurt (Oder) erlebt rekordverdächtige Hitze, für 27./28. Juni 2026 sind 39–41 Grad gemeldet.
  • Die Stadt warnt, rät zu Schatten, viel Trinken und Lüften nur morgens und abends.
  • Weniger Menschen sind tagsüber draußen – nachts nutzen viele die kühleren Stunden.
  • Drei Radler aus Dresden pausieren in der Oderstadt und füllen Wasser auf, Ziel ist die Ostsee.
  • Familien suchen Abkühlung am See oder im Hotel; Słubice bietet eine Nebeldusche für Passanten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Luft steht in der Oderstadt, vielleicht mehr als jemals zuvor. Frankfurt (Oder) schafft es in diesem Jahr, gleich zwei Wetterrekorde aufzustellen. Während es im Winter klirrend kalt war und die Menschen von einem Ort zum nächsten schlitterten, droht jetzt das andere Extrem: gleißende Hitze.

Es ist Wochenende. Für den 27. und 28. Juni 2026 sind 39 bis 41 Grad vorhergesagt. Die Menschen sollen am besten ihr Haus nicht verlassen. Die Stadt warnt und gibt Hinweise, wie am besten mit der Hitze umgegangen werden soll.

Wie gehen also die Frankfurterinnen und Frankfurter mit den höhepunktartigen Temperaturen um? In der Stadt sind die Badestellen begrenzt. Was also, ist das erträglichste Übel?

Trotz Hitze: Radtour bis zur Ostsee mit Pause in Frankfurt (Oder)

Auf den Straßen tummeln sich weniger Menschen als sonst. Frankfurt (Oder) scheint tagsüber leer gefegt, dafür ziehen viele nachts umher und versuchen in der Dunkelheit, die Sommernächte zu genießen. Ein paar Spaziergehende und Fahrradfahrende haben vereinzelt den Weg nach draußen gewagt.

Lasse Koza steht an der Ampel in Richtung Lenné-Passage – aus dem Eiscafé Bellini kommend. Er trägt einen grünen Korb. Darin stehen drei Eisbecher mit Sahne und Waffeln. „Für meine Kollegen und mich“, sagt er. Der junge Mann arbeitet in der Lenné-Apotheke. „Anders hält man es ja heute nicht aus.“

Mit dem Fahrrad unterwegs sind auch die Freunde Paul, Gustav und Daniel. Gerade sind sie dabei, eine Pause einzulegen, und sitzen auf einer Bank auf dem Ziegenwerder, nahe dem Stadion. „Wir kommen aus Dresden“, erzählt Gustav. Sie seien keine erfahrenen Radsportler. Die letzte Tour von Paul sei schon sieben Jahre her.

„Die Tour war schon länger mal geplant“, sagt Daniel. „Es konnte ja keiner ahnen, dass es das heißeste Wochenende des Jahres wird.“ Und so begeben sich die Drei trotzdem auf den Weg. Am Freitag seien sie in Görlitz gestartet und jetzt machen sie einen Halt in der Oderstadt. „Wir fahren extra früh los“, sagt Gustav – damit sie viel Strecke in möglichst gemäßigten Temperaturen schaffen. Ansonsten heißt es, Pause machen, wann immer es geht.

Daniel (v.r.), Paul und Gustav machen eine Pause auf dem Ziegenwerder in Frankfurt (Oder).

Radtour trotz Hitze: Daniel (v.r.), Paul und Gustav machen eine Pause auf dem Ziegenwerder in Frankfurt (Oder).

Nicole Buhlau

Sie fahren anschließend weiter zu einem Supermarkt, um ihre Wasservorräte aufzufüllen. Danach geht es dann weiter auf ihrer Tour. Ziel ist die Ostsee. „Wir machen dann eine Woche Urlaub und fahren mit dem Zug zurück“, erzählt Gustav. Noch einmal möchten sie sich die lange Strecke mit den Fahrrädern aber nicht antun.

Familie aus Frankfurt (Oder) weicht wegen Hitze in ein Hotel aus

Die Tour führt zum Lokbad. Ob der Teich unbedingt zum Baden geeignet ist, sei mal dahingestellt. Ein Mann sitzt trotzdem auf einer der Bänke. Er habe überlegt, ins Wasser zu gehen, habe sich dann schließlich aber doch entschieden, später zum Trepliner See zu fahren. „Ich habe ein Auto, das ist mein Glück. Ohne wüsste ich jetzt gar nicht wohin“, sagt er. „Da ist es wahrscheinlich super voll, aber irgendwo muss man sich ja abkühlen.“

Um den Teich herum stehen Bäume, die Sitzenden wenigstens Schatten spenden. Auch in der Magistrale haben sich Menschen auf die Bänke unter den Linden gesetzt. An die Oderpromenade, unten am Ziegenwerder hingegen, traute sich keine Menschenseele – so ohne Schatten der Sonne ausgesetzt.

Eine Familie zieht mit ihrem Kleinkind übers Wochenende in ein klimatisiertes Hotelzimmer am Dresdener Platz, weil es in der Wohnung bis zu 31 Grad warm bleibt – bis in die Abendstunden. Eine andere Person kann scheinbar nicht an den See mit Kindern. Der Zug nach Müllrose scheint ausgefallen zu sein. Der Facebooknutzer, der seinem Ärger auf selbiger Plattform Luft machte, fordert einen Ersatzbus.

Der See, der lange nicht zum Baden verfügbar war und ist, wird bei diesen Temperaturen jedoch regelrecht überrannt. Am Helenesee, genauer gesagt am Oststrand, wo eigentlich ein meterlanger Zaun das Ufer versperrt, gibt es eine Lücke in eben diesem. Hierfür stellte die Stadt einige Regeln auf – zur Sicherheit der Gäste.

Tipps bei großer Hitze

Es wird empfohlen, leichte, helle und luftige Kleidung sowie eine Kopfbedeckung zu tragen. Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor sind zu nutzen,

viel trinken,

leichte und gut verträgliche Nahrung, am besten Obst und Gemüse, zu sich nehmen,

die Wohnung zwischen 11 und 20 Uhr nicht verlassen,

auf das Belüftungsmanagement achten: nur morgens und abends lüften und in der restlichen Zeit die Wohnung gut verschatten.

Kinder oder Tiere niemals unbeaufsichtigt in geparkten Fahrzeugen zurücklassen.

Eine Gruppe junger Erwachsener macht sich am Nachmittag auf, um an dem Gewässer Abkühlung zu suchen. „Macht Spaß“, sagt einer von ihnen – „Gute Laune, gutes Wetter. Alles super hier.“ Er schätzt rund 60 bis 80 Personen, die sich ebenfalls an dem Strand eingefunden haben.

In Slubice sorgt wieder die Nebeldusche für etwas Erfrischung der Passanten.

In Słubice sorgt wieder die Nebeldusche für etwas Erfrischung der Passanten.

Rene Matschkowiak

Wer nicht direkt an den See, sondern einfach nur eine schnelle Erfrischung möchte, geht einmal nach Słubice. Dort stehen Rahmen, die Wasser sprühen, direkt hinter dem Kreisel.