Illegale Entsorgung: Frankfurter Umweltamt kann Müll nicht finden

Schandfleck: Unbekannte haben an der Chintallee Müll illegal abgeladen.
Lisa MahlkeGravierende Probleme mit illegalen Abfallentsorgungen gibt es in Frankfurt nicht, sagt die Stadtverwaltung. Vergangenes Jahr wurden in der Unteren Abfallwirtschafts– und Bodenschutzbehörde insgesamt 220 Verfahren in Bezug auf illegal entsorgtem Müll bearbeitet. 2018 waren es etwas mehr: 260 Verfahren. Die Höhe des Bußgeldes richtet sich in solchen Fällen nach der Menge des abgeladenen Mülls und reicht von 55 bis 50 000 Euro.
Freitagnachmittag war der Müllberg noch an Ort und Stelle, berichtete Jana Bonnawitz, die mit ihrer Familie in der Nähe wohnt. „Ganz wichtig ist die präzise Ortsangabe“, sagt die Stadtverwaltung dazu. „Im vorliegenden Fall konnten beispielsweise keine Abfälle in der Chintallee vorgefunden werden.“ Melden kann man solche Anliegen auf der Internetseite der Stadt, unter dem Reiter „Bürgerplattform“ und dann unter „Bürgeranliegen“. Dort ist es auch möglich, Fotos hochzuladen. Das war Jana Bonnawitz über das Kontaktformular der Abfallwirtschaftsbehörde nicht möglich. Bei Meldungen, so die Stadt weiter, sei es hilfreich, die Art des Abfalls mit anzugeben. Wurde der Abfallverursacher gesehen, seien Personenbeschreibung, eventuell die Angabe des Autokennzeichens sowie Datum und Uhrzeit wichtig.
Entsorgung zum Teil kostenlos
Zahlen für 2019 hat die Stadt zwar noch nicht, aber im Vorjahr entstanden ihr Kosten in Höhe von 22 000 Euro für die Beseitigung von illegalem Abfall. Dabei können gefährliche Abfälle wie Farbe, Lack und Öl kostenfrei am Schadstoffmobil abgegeben werden. Im Wertstoffhof Seefichten, Grubenstr. 10, ist die Abgabe von Lampen, Sperrmüll, Elektroschrott und Grünschnitt (bis 1 Kubikmeter) kostenfrei. Gegen Entgelt, informiert die Stadt, ist es außerdem möglich, bei der Becker + Armbrust GmbH, Tobias–Magirus–Str. 100, Abfälle abzugeben: Öle, Lacke, Farbe (69 Cent pro Kilogramm), gefährliche Abfälle (auch Feuerlöscher), Bau– und Abbruchabfälle, auch Dachpappe, Asbest und Dämmstoffe sowie Altreifen (pro Stück ohne Felge 2,30 Euro, mit Felge 8,50 Euro). Außerdem: „Altreifen können bei jedem Autohändler abgegeben werden“, so die Stadt.
Die nächste mobile Schadstoffsammlung ist vom 2. bis 7. März.