Infrastruktur: 350 000 Euro fließen in marodes Frankfurter Schwimmbad

Die Schwimmhalle ist inzwischen 50 Jahre alt, die letzte komplexe Sanierung liegt 20 Jahre zurück. Immer wieder kommt es zu Havarien.
Lisa MahlkeIn der Schwimmhalle in der Rathenaustraße sind im Sommer 2020 umfassende Instandsetzungsarbeiten geplant. Das kündigte OB René Wilke am Donnerstag in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung an. Zugleich will die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, die Vor– und Nachteile, Kosten und Nutzen sowohl eines Neubaus als auch einer Komplettsanierung des Bades aufzeigen soll. Ergebnisse könnten im August 2020 vorliegen, so Wilke auf Nachfrage der CDU. Ausgelotet werden sollen ebenso die Chancen für ein EU–gefördertes Gemeinschaftsprojekt mit Slubice.
Das Schwimmbad war im August nach Reparaturarbeiten wegen einer erneuten Havarie für mehrere Tage geschlossen geworden; Wasser war auf die Elektronik getropft. Im kommenden Jahr will die Stadt nun während der Schließzeit rund 350 000 Euro in komplexere Maßnahmen investieren. Vorgesehen sei unter anderem die Sanierung von Sanitäranlagen. Geprüft werde außerdem eine zusätzliche Umfassung des Beckenrandes.
Der Bau einer vergleichbaren neuen Halle würde mindestens 20 Millionen Euro kosten, so Wilke. Um Chancen auf EU–Förderung zu haben, müsste ein Gemeinschaftsbad mit Slubice dabei „einen besonders innovativen Charakter“ haben, also vor allem weitgehend klimaneutral sein. Ohne EU–Fördermittel könne die Stadt lediglich auf anteilige Investitionszuschüsse des Landes für den Schulsport hoffen.
