Interreg
: Feuerwehr-Projekt erneut gescheitert

Der Antrag zum grenzübergreifenden Katastrophenschutz aus Frankfurt, LOS, Słubice und Gorzów wurde wieder abgelehnt.
Von
Lisa Mahlke
Frankfurt (Oder)
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Der Interreg-Antrag zum grenzübergreifenden Katastrophenschutz, den Frankfurt, LOS, Słubice und Gorzów ein zweites Mal gestellt hatten, wurde wieder abgelehnt.

Feuerwehr

Dass der Begleitausschuss das Projekt in dieser Woche ein zweites Mal ablehnte, macht Wolfgang Welenga, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes, wütend. „Das Projekt ist jetzt gestorben“, sagt er geradewegs. Auch OB René Wilke bezeichnet das Projekt als elementar. „Wenn eine Katastrophe eingetreten ist, wird oft und zu Recht gefragt, warum die Verantwortlichen darauf nicht angemessen vorbereitet waren“, sagt er. Das Projekt hätte genau das vermieden.

Im Vorfeld der Begleitausschuss-Tagung erklärte Helmut Otto, Leiter der Frankfurter Berufsfeuerwehr: „Eine Ablehnung dieses Projektes würde für mich die Erkenntnis mit sich bringen, dass Entscheidungstragende notwendige Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger gegen Folgen des Klimawandels – aus Unkenntnis oder eventuell falscher Prioritätensetzung – verweigern.“ Er sprach von Glaubwürdigkeitsverlust für Politik und Verwaltung und einer Wertschätzung für das Engagement der Feuerwehr, die verweigert werde.

Die Interreg-Anträge werden von Experten gelesen und bewertet, bevor sie in den Begleitausschuss kommen. Von polnischer Seite soll das Feuerwehrprojekt, für das im zweiten Antrag etwa 3,5 Millionen Euro veranschlagt waren, schlechter bewertet worden sein. „Wir halten das Projekt zum grenzüberschreitenden Katastrophenschutz für besonders wichtig“, erklärte Toralf Schiwietz, Geschäftsführer der Euroregion Pro Europa Viadrina, im Vorfeld und betonte bevorstehende Herausforderungen im Zusammenhang mit zunehmendem Waldbrandrisiko und einer Zunahme von Gefahrguttransporten.

28 Förderanträge mit einem Antragsvolumen von etwa 25 Millionen Euro gab es im aktuellen Call. " Die neue EU-Förderperiode beginnt 2021“, so Schiwietz. Ob dann jedoch schon alle Förderschwerpunkte bekannt sein werden, ist nicht klar.