Klinikum
: Woidke dankt Ärzten und Pflegern in Frankfurt (Oder)

Ministerpräsident Woidke sprach mit Klinik-Personal über Corona-Fälle in Frankfurt (Oder).
Von
Heinz Kannenberg
Frankfurt (Oder)
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Dietmar Woidke (links) spricht im leeren Intensiv-Zimmer mit Führungskräften vom Klinikum in Frankfurt (Oder). Oberbürgermeister René Wilke (rechts) ist auch dabei.

Jan-Henrik Hnida

Auch über das Landesmuseum im Alten Kino sprachen Wilke und Woidke. „Er hat mir gesagt, es ist sein Lieblingsprojekt aus dem Koalitionsvertrag“, sagt der Ministerpräsident. Er werde damit in die Haushaltsverhandlungen gehen. Und er verstehe, dass das Projekt bei den Älteren sehr viel mit dem persönlichen Leben zu tun hat. „Wir werden dazu eine konstruktive Lösung finden“, erklärt Woidke.

Woidke zu Besuch im Markendorfer Klinikum

Weiter ging der Besuch vom Landesvater in Markendorf. „Danke, ich bin froh, dass wir Sie haben“, sagt Woidke vor dem versammelten Führungspersonal des Markendorfer Klinikums. "Ihren  Dank werden wir an die übrigen unserer 1500 Mitarbeiter weitergeben“, verspricht Geschäftsführer Mirko Papenfuß.  Ohne Personal ist eine optimale Krankenversorgung unmöglich, sagt Woidke anerkennend – angesichts von 30 000 Patienten pro Jahr .

Mit einem „Mix aus Angst und großem Respekt“ standen die Krankenpfleger am Anfang der Coronakrise gegenüber, berichtet Schwester Nicole, stellvertretende Leiterin der Intensivstation. Nun sei die Lage entspannt. Es sei wichtig, ohne Emotionen, dafür mit mehr Sachlichkeit die tägliche Lage zu beurteilen, meint Intensiv-Oberarzt Matthias Jäger. „Wir haben andere Patienten, die genauso krank sind, die wir auch versorgen müssen“, erklärt der ärztliche Direktor Thomas Funk. Sei ein Mammakarzinom – bösartiger Brustkrebs – weniger schlimm als Covid-19? Derartige Fragen wurden nun oft im Klinikum diskutiert.

Gibt es aktuell keinen Patienten mit Coronavirus, wurden bisher insgesamt sieben Covid-19-Fälle im Klinikum behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Auf dieser stehen zurzeit 15 Betten frei,  deren Anzahl auf 30 bei einer zweiten Welle aufgestockt werden kann. Derzeit warte man noch auf weitere Intensivgeräte. „Alle Mitarbeiter werden bei uns 14-täglich getestet“, informiert Margret Seewald. Laut der Chef-Hygienikerin  seien ausreichend Test-Kapazitäten vorhanden, Tupfer dagegen zu wenig.

Abstand halten und Mundschutz tragen

„Wir sind deutlich besser aufgestellt, als im März“, lautet das Fazit von Woidke. Abstand halten und Mundschutz tragen seien weiterhin wichtig. Komme eine zweite Corona-Welle, müsse das Land jedoch schneller die Schutzmaßnahmen hochfahren.