Kommunalpolitik: Stadtverordnete machen Weg frei für Eigenheime in Markendorf

Ende September hatten sich Stadtverordnete bei einem Vor-Ort-Termin von der Straße Am Klinikum ein Bild gemacht. Dort darf nun gebaut werden.
Ines Weber-RathEine Anwohnerinitiative ist gegen die Bebauung. Die Straße sei jetzt schon zu eng, die Natur in Gefahr. In der Debatte verwies Oberbürgermeister René Wilke auf die neue Stadtumbaustrategie. Das Grundsatzpapier stellt die Weichen für mehr Eigenheimbau in Frankfurt. „Ich glaube, dass viele sagen: Wir wollen Zuzug für Frankfurt. Aber wenn es konkret wird, heißt es: nicht bei mir“, kritisierte er. Auch dem Häuserbau jener Anwohner, die nun auf die Barrikaden gingen, hätten Markendorfer vor einigen Jahren widersprochen.
Ortsvorsteher Dieter Rudolf unterstrich noch einmal, dass der Ortsbeirat grundsätzlich nichts gegen eine Bebauung habe. „Wir wollen neue Einwohner.“ Allerdings habe die Zusammenarbeit zwischen der Ortsvertretung und der Verwaltung „hier überhaupt nicht funktioniert“, erklärte er. Über erste vorbereitende Arbeiten sei nicht informiert, Bedenken und Verbesserungsvorschläge kaum berücksichtigt worden.
Ein Antrag von Robert Lange (CDU), das letzte Grundstück am südöstlichen Ende von einer Bebauung auszunehmen, um den Baumbestand zu schützen, lehnten die Stadtverordneten ab. Für explizit diese Fläche gebe es bereits eine Vorreservierung, informierte die Verwaltung.
