Kontrolle auf A12
: Auto in Berlin gestohlen, Polizei nimmt Mann in Frankfurt fest

Zivilfahnder haben bei einer Kontrolle auf der A12 ein gestohlenes Auto entdeckt. Warum der mutmaßliche Dieb nicht nur deshalb festgenommen wurde.
Von
Marcel Gäding
Frankfurt (Oder)
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Bei einer Polizeikontrolle auf der A12 floh der Fahrer. Er war Richtung Polen unterwegs. Was ist genau passiert?

Ein Beamter der Bundespolizei steht bei der Einreise nach Deutschland am deutsch-polnischen Grenzübergang Stadtbrücke in Frankfurt (Oder). In Brandenburg und Sachsen füllen sich die Aufnahmeeinrichtungen mit Menschen, die aus Irak, Syrien oder Afghanistan über Belarus, Polen und das Baltikum nach Deutschland kommen. +++ dpa-Bildfunk +++

Bei Kontrollen auf der A12 stoßen Beamte der Polizei immer wieder auf Autodiebe. Im aktuellen Fall muss sich ein Mann aber nicht nur wegen Diebstahls verantworten. (Symbolfoto)

Patrick Pleul/dpa
  • Zivilfahnder stoppten auf der A12 einen mutmaßlich gestohlenen Renault bei Frankfurt (Oder).
  • Der Fahrer: 29 Jahre alt, polnisch, nicht der Halter und ohne erforderliche Fahrerlaubnis.
  • Ein Drogenschnelltest erhärtete Verdacht auf Einfluss von Drogen – Blutprobe angeordnet.
  • Polizei stellte den Pkw sicher, der Eigentümer wurde über die Berliner Polizei informiert.
  • Die A12 gilt als Transitstrecke für Autodiebstähle – Festnahme erfolgte vor Grenzübertritt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die A12 gilt bei Sicherheitsbehörden als Transitstrecke, um gestohlene Autos von West- nach Osteuropa zu bringen. Immer wieder gelingt den Tätern oder Mittelsmännern dieses Vorhaben jedoch nicht – weil sie vor Grenzübertritt nach Polen von der Polizei gefasst werden.

Noch bevor der Besitzer eines Renault den Diebstahl seines Fahrzeugs in Berlin bemerkte, waren Auto und Täter bereits auf der A12 unterwegs, wie Polizeisprecher Roland Kamenz am Donnerstag (9. Juli) mitteilte. Doch an der Anschlussstelle Frankfurt (Oder) Mitte war Schluss für den 29 Jahre alten Polen.

Am Mittwochabend (8. Juli) kontrollierten Zivilfahnder der Bundespolizei und der Brandenburger Polizei das Fahrzeug samt Fahrer. Dabei stellten sie fest, dass es sich bei dem Chauffeur nicht um den Halter des Autos handelte.

„Der 29-jährige Fahrzeugführer war nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis, stand dafür aber mutmaßlich unter dem Einfluss von Drogen“, teilte der Polizeisprecher mit. Ein Drogenschnelltest hätte diesen Verdacht erhärtet. Der Beschuldigte muss sich jetzt wegen gleich mehrerer Delikte verantworten.

Die Beamten nahmen den mutmaßlichen Autodieb vorläufig fest. „Sie veranlassten, dass ein Arzt ihm eine Blutprobe entnahm, und stellten den entwendeten Pkw sicher“, erklärte Roland Kamenz. Der rechtmäßige Eigentümer sei zudem über die Berliner Polizei von dem Vorfall informiert worden.