MOZ-Talk in Frankfurt (Oder): Marc Weide verzaubert Publikum mit magischen Tricks

Der Weltmeister von 2018 erriet alle fünf Karten, die das Publikum gezogen hatte.
René MatschkowiakNach seinem Auftritt stellten sich viele Zuschauer dieselbe Frage: Wie hat er das nur geschafft? Die Rede ist von dem Magier Marc Weide, der trotz seines jungen Alters bereits als feste Größe in der Welt der Zauberer gilt und beim 39. MOZ-Talk zu Gast war.
Der 32-Jährige versprach einen zauberhaften Abend und konnte sein Versprechen mehr als erfüllen. Neben seinen beeindruckenden Zaubertricks begeisterte Weide auch mit seinem Humor das Publikum im Kleist Forum.
Erster Auftritt des Zauberers war als Assistent von David Copperfield
Los ging es allerdings nicht mit den Zaubertricks, sondern mit einem lockeren Talk, bei dem sich Weide mit den Moderatoren des Abends, Lilo Wanders und David Friedrich, unterhielt. Unter anderem ging es darum, wie Weide dazu kam, Profi-Zauberkünstler zu werden.
Zaubern sei für ihn nicht nur ein Job, sondern eine Leidenschaft, deren Wurzeln in seinen Kindertagen liegen. Er erinnere sich noch heute an den genauen Moment, sagte Weide. „Ich war als Elfjähriger mit meiner Mutter bei einer Vorstellung von David Copperfield in Oberhausen“, so der Künstler. Die Magiergröße habe an diesem Tag ausgerechnet ihn auf die Bühne geholt. „Und dann ist der vor meinen Augen verschwunden.“ Weide habe auf der Rückfahrt beschlossen, auch Zauberer werden zu wollen.
YouTube-Video: So zaubert Magier Marc Weide
Er habe sich deshalb einen Zauberkasten gewünscht, der dann bei jedem Familienfest zum Einsatz gekommen sei. „Ich habe Geldscheine zerrissen, bevor ich wusste, wie man die wieder ganz macht“, fasste er die Anfänge seiner Karriere als Zauberer humorvoll zusammen.
Doch Weide lernte schnell, gewann mit 13 erste Zauberwettbewerbe und wurde mit 16 jüngstes Mitglied im „magischen Zirkel“, einer internationalen Vereinigung der Zauberkünstler zur Pflege und Förderung der magischen Kunst. Der Höhepunkt seiner bisherigen Magierkarriere ist der Gewinn der Magier-Weltmeisterschaft 2018 in Südkorea in der Sparte Salonmagie.
Youtube-Video: Marc Weide zeigt, mit welchem Trick er Weltmeister wurde
Den Weltmeistertitel brachte ihm ein selbst kreierter Trick ein, bei dem auf seinem T-Shirt der Abdruck einer Spielkarte zu sehen ist, die er auch in seiner Hand hält. Er reißt eine Ecke der Karte ab und lässt diese verschwinden. Dieselbe Ecke verschwindet dann auch auf der Karte, die auf dem T-Shirt zu sehen ist. Und wenn er die Karte in seiner Hand anzündet, qualmt auch das T-Shirt.
Mit diesen Tricks begeisterte Weide beim MOZ-Talk in Frankfurt (Oder)
Beim MOZ-Talk führte er zwar nicht seinen Weltmeistertrick vor, hatte aber dennoch ein buntes Programm zu bieten. Die anfänglichen Tricks des Abends waren bewusst so gewählt, dass sie das Publikum eher zum Lachen als zum Staunen brachten. So wollte Weide etwa hinter einem schwarzen Tuch „aus dem Nichts“ eine Colaflasche hervorzaubern. Was zum Vorschein kam, war ein Kühlschrankmagnet in Form einer Colaflasche. „Wenn euch das gefällt“, sagte der Magier an das vergnügt lachende Publikum gewandt, „dann wird euch auch der Rest des Programms gefallen.“ Anschließend verwandelte er den Magneten in eine echte Colaflasche.

Konnte das Publikum im Kleist Forum auch mit einer Flasche Cola zum Staunen bringen: Zauberer Marc Weide beim 39. MOZ-Talk in Frankfurt (Oder)
René MatschkowiakDer Höhepunkt von Weides Auftritt war aber ein Kartentrick – seit jeher die Spezialität des Entertainers. Er ließ nicht nur eine, sondern gleich fünf Personen aus dem Publikum Karten ziehen, nachdem er ein Kartendeck mehrfach durchgemischt hatte. Dann sammelte er sie wieder ein und versprach nach nochmaligem Durchmischen des Decks, jede gezogene Karte „noch spektakulärer“ wiederzufinden als die vorherige Karte.
Die Herz-Vier der ersten Zuschauerin wurde noch recht klassisch aus dem Deck in die freie Hand befördert, sodass es aussah, als wäre die Karte mit einem Schnippen in dieser aufgetaucht. Weide zeigte die Herz-Vier ins Publikum und drehte sie um. Beim nochmaligen Umdrehen war aus ihr der Karokönig des zweiten Zuschauers geworden. Und so ging es auch mit den anderen Karten weiter. Die nächste tauchte etwa in der Innentasche seines Jacketts auf, obwohl er die gesamte Zeit über augenscheinlich mit den Händen nicht in ihrer Nähe gewesen war. Die darauffolgende zog er aus dem Deck, legte sie sich aufs Bein, ließ sie von dort verschwinden und an seiner Schuhsohle wieder auftauchen. Und für die letzte nahm er das gesamte Kartendeck in die Hand und ließ alle Karten verschwinden, bis auf die, die die Zuschauerin zuvor zufällig gezogen hatte.
39. MOZ-Talk bot Publikum im Kleist Forum beste Unterhaltung
Aber nicht nur Magier Marc Weide, sondern auch die anderen Gäste des 39. MOZ-Talks trugen dazu bei, dass der 12. Dezember dem Publikum im Kleist Forum lange in Erinnerung bleiben dürfte. Mit dabei waren in dieser Ausgabe Journalist Andreas Englisch, der sich auf die Berichterstattung aus dem Vatikan spezialisiert hat, Rockgeiger Hans Wintoch (alias „Hans die Geige„) und die Württembergische Weinkönigin 2023, Carolin Golter.

