MOZ-Talk in Frankfurt (Oder)
: Conchita Wurst zu Gast im Kleist Forum

Conchita Wurst, Siegerfigur des Eurovision Song Contest 2014, trifft beim nächsten MOZ-Talk im Kleist Forum in Frankfurt (Oder) auf Lilo Wanders. Wer außerdem noch mit dabei ist.
Von
Heinz Kannenberg
Frankfurt (Oder)
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Eurovision Song Contest - Eröffnungsfeier für 1. Halbfinale: ARCHIV - 12.05.2025, Schweiz, Basel: Conchita Wurst in Aktion während der Eröffnungsfeier für den 69. Eurovision Song Contest in Basel (zu dpa: «Rückzug aus ESC-Welt: Conchita Wurst in Wien nicht mit dabei») Foto: Peter Schneider/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Thomas „Tom“ Neuwirth alias Conchita Wurst in Aktion (Archivfoto vom 12.5.2025): Am 10. Juni 2026 gehört die österreichische ESC-Gewinnerin von 2014 zu den Gästen beim MOZ-Talk in Frankfurt (Oder).

Peter Schneider/KEYSTONE/dpa
  • MOZ-Talk mit Musik im Kleist Forum Frankfurt (Oder): restlos ausverkauft am 10. Juni um 19.30 Uhr.
  • Stargast ist Conchita Wurst, Gespräch mit Lilo Wanders über ESC-Atmosphäre und Politik.
  • Junge Talente dabei: Ron Straßburg mit Spitzenexamen und Cello-Homecoming von Constantin Heise.
  • Jonas Dumke zeigt sein Kleist-Porträt „ACH“ – minimalistisch mit einem Hocker.
  • Autorin Ursula Kosser spricht über „Schöne Scheiße!“ und signiert das Buch in der Pause.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn sich am 10. Juni um 19.30 Uhr der Vorhang im Kleist Forum Frankfurt (Oder) hebt, dürfte die Stimmung im Saal bereits elektrisiert sein: Der 49. MOZ-Talk mit Musik ist erneut restlos ausverkauft. Die größte Live-Talk-Bühnenshow Ostdeutschlands lockt seit Jahren prominente Gäste, außergewöhnliche Lebensgeschichten und überraschende Begegnungen auf die Bühne – und genau dafür steht auch die neue Ausgabe mit den Moderatoren Lilo Wanders und David Friedrich.

Zwischen Glamour, Tiefgang und Musik erwartet das Publikum diesmal eine Mischung aus bekannten Namen und jungen Talenten, die gerade erst begonnen haben, ihren Weg zu gehen – allerdings mit bemerkenswertem Tempo.

Da ist etwa Ron Straßburg aus Bernau. Der erst 22-Jährige sorgte bundesweit für Aufsehen, als er sein zweites juristisches Staatsexamen mit der Traumnote von 18 Punkten abschloss – ein Ergebnis, das selbst unter Juristen als nahezu unerreichbar gilt. Inzwischen arbeitet Straßburg an seiner Doktorarbeit an der Universität Potsdam.

Politisch war er ebenfalls früh aktiv: Als Juso-Landesvorsitzender in Brandenburg gehörte er bereits in jungen Jahren zu den bekanntesten Nachwuchspolitikern des Landes. Beim MOZ-Talk wird er darüber sprechen, wie man mit außergewöhnlichem Ehrgeiz umgeht – und wie viel Druck hinter solchen Erfolgen steckt.

Cello der Extraklasse und ein „junger Kleist“ in Frankfurt (Oder)

Musikalisch wird es mit dem Cellisten Constantin Heise. Der 24-Jährige aus Frankfurt (Oder) gehört zu den vielversprechenden Nachwuchsmusikern Deutschlands. Heise ist Stipendiat der renommierten Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und sammelt dort Erfahrungen mit einem der bedeutendsten Orchester der Welt. Die Akademie gilt als Talentschmiede für Spitzenmusiker und als direkter Weg in internationale Spitzenorchester.

Für Heise wird der Auftritt im Kleist Forum zugleich ein Heimspiel: Er freue sich besonders darauf, vor einem so großen Publikum in seiner Heimatstadt aufzutreten, freute er sich im Vorgespräch.

Jonas Dumke in "Ach! Ein Kleist-Portrait von Jonas Dumke"

Jonas Dumke in "Ach! Ein Kleist-Portrait von Jonas Dumke". Am 10. Juni reist der Schauspieler zum MOZ-Talk in die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder).

Ben Zurbriggen

Ein weiterer junger Gast bringt Literatur, Theater und Kleist auf besondere Weise zusammen. Schauspieler Jonas Dumke aus Köln reist als „junger Kleist“ nach Frankfurt (Oder). Der 27-Jährige entwickelte bereits während seines Studiums an der Schauspielschule Zürich ein außergewöhnliches Bühnenprojekt rund um die Liebesbriefe Heinrich von Kleists.

Mit seinem Stück „ACH“ schuf Dumke ein intensives Kleist-Porträt zwischen Sprache, Leidenschaft und innerer Zerrissenheit – und gewann dafür bereits Theaterpreise. Auch bei den Kleist-Festtagen in Frankfurt (Oder) war seine Arbeit schon zu erleben. Charakteristisch: Dumke reist zu seinen Aufführungen stets nur mit einer einzigen Requisite – einem schlichten Hocker. Nun kehrt er in die Kleist-Stadt zurück, fast genau ein Jahr vor dem großen Kleist-Jubiläum 2027.

Was wir täglich wegspülen, könnte nützlicher sein als gedacht

Im zweiten Teil des Abends dürfte es dann ebenso klug wie unerquicklich werden – zumindest thematisch. Zu Gast ist die Münchner Autorin Ursula Kosser, die mit ihrem aktuellen Buch „Schöne Scheiße!“ ein Tabuthema auf überraschend unterhaltsame Weise beleuchtet. Ihr Sachbuch beschäftigt sich mit der Frage, warum menschliche Ausscheidungen nicht bloß Abfall, sondern möglicherweise ein Rohstoff der Zukunft sind.

Die ehemalige Spiegel- und RTL-Autorin Kosser schreibt über Kläranlagen, Kompostwerke, Biogas, Medizin und gesellschaftliche Tabus – und darüber, weshalb ausgerechnet das Verdrängte plötzlich ökologisch hochinteressant wird. Ihr Fazit: Was wir täglich wegspülen, könnte künftig wertvoller sein als gedacht. Das Buch wird sie in der Pause auf Ökopapier verkaufen und signieren.

Conchita Wurst spricht über die Entwicklung des ESC

Der Stargast des Abends aber kommt aus Wien: Conchita Wurst, Siegerfigur des Eurovision Song Contest 2014, trifft im Kleist Forum auf Lilo Wanders – Kunstfigur auf Kunstfigur. Schon diese Begegnung verspricht Charme, Witz und kluge Unterhaltung.

Conchita Wurst war auch beim jüngsten ESC in Wien präsent und wird über die besondere Atmosphäre dieses weltweit beachteten Wettbewerbs sprechen. Wie politisch ist der ESC heute? War er es vielleicht schon immer? Warum tun sich deutsche Beiträge seit Jahren so schwer? Und wie verändert sich Europas größtes Musikspektakel im Spannungsfeld zwischen Pop, Politik und gesellschaftlichen Debatten?

Begleitet wird der Abend erneut von der beliebten MOZ-Showband, die den Talk musikalisch verbindet und immer wieder für überraschende Momente sorgt.

Der MOZ-Talk mit Musik in Frankfurt (Oder) hat sich längst zu einer festen Größe im Kulturkalender der Region entwickelt. Große Namen treffen hier auf Menschen aus der Region, Glamour auf Bodenständigkeit, Tiefsinn auf Unterhaltung. Oder, wie viele Stammgäste sagen würden: Man weiß nie genau, was passiert – aber langweilig wird es garantiert nicht.