Musikalische Botschafter: Fanfarengarde legt über 2000 Kilometer zurück

Gruppenbild der Fanfarengarde zusammen mit polnischem und ungarischem Orchester. Die Frankfurter Musiker legten Mitte Oktober mehr als 2000 Kilometer zurück.
Fanfarengarde Frankfurt (Oder)Auch wenn die Musikform in Ungarn und Polen wenig bekannt ist, erhielt die Fanfarengarde viel Applaus und spielte zahlreiche Zugaben. Ob vor der Fischerbastei, in Fußgängerpassagen, auf Freilichtbühnen oder im Kulturhaus in Szendendre. Überall wurde die Delegation mit offenen Armen empfangen. Vor allem die beiden gemeinsamen Konzerte waren stimmungsvoll. Weitere verabredete Begegnungen mit dem polnischen und dem ungarischen Musikverein aus Tat und einer großen Majorettengruppe sollen nun folgen.
Trotz der täglichen Konzerte blieb genug Zeit, um Land und Leute, die Geschichte der Länder, deren Traditionen und Folklore kennen zu lernen. Die Jugendlichen und Begleiter nahmen an einem Folkloreabend teil, besuchten eine Reitershow, unternahmen eine Dampferfahrt auf der Donau, besichtigten Kathedralen und die Fischerbastei und schauten sich einen mittelalterlichen Ritterkampf an. Besondere Aufmerksamkeit verdienten die Stehgeiger und Musiker beim Mittagessen in Restaurants. Vieles war die Gruppe ungewohnt, neu und aufregend.
Gerade wegen der schönen und bleibenden Erlebnisse geraten die Strapazen einer Reise schnell in Vergessenheit. Dazu gehören die Nachtfahrten im Reisebus, der wenig Schlaf, der ständige Auf– und Abbau der Instrumente und das Schleppen dieser über einige hundert Meter, weil der Instrumententransporter nicht zum Auftrittsort fahren konnte.
Die Konzerttournee finanzierte die Fanfarengarde ohne Fördergelder. Allerdings unterstützten mehrere Sponsoren die Reise, unter anderem der Lions Club, die Sparkasse Oder–Spree, die Bundestagsfraktion der Linken, das Tricus Dentallabor, das Autohaus Bohlig und viele weitere. Das Busunternehmen Beuschel und das Taxiunternehmen Hofmann brachten die Reisegruppe und ihre Musikinstrumente nach mehr als 2000 gefahrenen Kilometern wieder gesund und sicher nach Frankfurt zurück.