Wie hat das Start-up UniCaps bislang die Krise gemeistert? Und wie stark ist das Unternehmen von der Krise betroffen?
Wir halten uns wacker. Kaffee und Tee werden immer getrunken, ob Krise oder nicht. Insofern: Unsere Entwicklung ist und bleibt positiv. Wir haben gerade erst mit Espresso Intenso und Espresso Barista neue Kaffeesorten auf den Markt gebracht. Wir erweitern wegen der guten Nachfrage in Kürze wieder unsere Produk-tionsstätte hier in Frankfurt. Aber natürlich merken auch wir die Corona-bedingte Zurückhaltung bei vielen Unternehmen. Es gibt kein Messegeschäft, Hotels und Gastronomie sind leer. Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder normalisiert.
Welche konkreten Vorkehrungen haben Sie als Unternehmen in der Krise getroffen?
Oberstes Gebot von Anfang an: der Schutz unserer Mitarbeiter. Wir haben detaillierte Hygienepläne aufgelegt: kein Händeschütteln, das Tragen von Mund- und Nasenschutz, die Einhaltung der Abstandsregelungen, die regelmäßige Desinfektion der Geräte und Arbeitsplätze in der Fertigung. Wir haben unsere Produktion noch hermetischer abgeriegelt als zu normalen Zeiten. Zutritt haben nur noch die Schichtarbeiter – nur in Ausnahmefällen einzelne Büromitarbeiter. Die externe Reinigungsfirma zum Beispiel darf bis auf Weiteres nicht mehr in die Produktion. Wir haben in der Produktion zwei streng getrennte Teams gebildet, um die Produktion in jedem Fall aufrechterhalten zu können. Wenn sie sich austauschen wollen, dann nur über Telefon oder Videoschalte, aber nicht persönlich. Viele Kollegen im Vertrieb, im Marketing und im Personal sind hingegen im Homeoffice und sind in mehr Videokonferenzen als sie es sich noch vor drei Monaten hätten träumen lassen.
Wo sehen Sie ihr Unternehmen nach der Krise und in den nächsten Jahren?
Wir geben weiter Vollgas wie es unsere Art ist. Wir entwickeln neue Produkte, neue Kaffee- und Teesorten und weiten unsere Distribution konsequent aus – im Inland und auch international. Und wir investieren weiter in den Standort Frankfurt. Wir fühlen uns hier sehr wohl.
Danke für die Unterstützung an die Kollegen vom Investor Center Ostbrandenburg und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Gerade in der jetzigen Krise sind wir dafür sehr dankbar und schätzen die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Neue Projekte haben wir schon in der Pipeline: Wir wollen möglichst bald unsere hauseigene Kaffeerösterei aufbauen und bauen neben unserer Produktionshalle ein separates Logistikzentrum. Und wir haben die zurückliegenden Monate genutzt, um unsere Strategie zu schärfen: Wir werden weitere Märkte in Europa erschließen und arbeiten auch an einem Modell für die USA.