Neujahrsvorsätze: Wo Frankfurter die Feiertagspfunde loswerden können

Axel Thor trainiert regelmäßig an den Geräten im Fitnessstudio Schlaubetraining. Der Koch bereitet sich gerade auf den Winterurlaub vor. Unterstützt wird er dabei von Trainer Andreas Senkpiel.
René MatschkowiakEine Pizza macht nicht dick und ein Salat nicht dünn. Allerdings gibt es jedes Mal nach Neujahr auch in Frankfurt einen Run auf Sportstätten und Fitnessstudios. Einerseits weil sich durch die üppigen Mahlzeiten an den Feiertagen doch das eine oder andere Pfund zu viel auf den Hüften festgesetzt hat. Andererseits weil es gilt, die guten Neujahrsvorsätze in die Tat umzusetzen. Mehr Sport gehört bei vielen Menschen dazu.
Auch bei Emily Daun, Chefin des Fitnessstudios Schlaubetrainig in der Goethestraße, ist ein erhöhter Zustrom zum Jahresanfang zu spüren. „Allerdings sind wir eben kein normales Fitnessstudio, sondern ein medizinisches Trainingszentrum“, erklärt sie. Aufgepumpte Muskeln sind dort selten zu bewundern, vielmehr der Frankfurter, wie er leibt und lebt. „Einige kommen zu uns, weil sie nur fünf Kilo verlieren wollen. Andere haben Kreislaufschwierigkeiten oder Bandscheibenvorfälle. So gibt es am Anfang immer einen individuellen Trainings- und Ernährungsplan.“
Auch Axel Thor trainiert regelmäßig bei Schlaubetraining. Der Koch und Ausbilder für junge Köche bereitet sich gerade auf den Winterurlaub vor. „An sieben Tagen im Jahr Höchstleistungen auf der Piste und an 358 Tagen nichts tun – das funktioniert nicht“, findet er.
Aber was hilft nun besonders beim Abnehmen? „Eindeutig Muskeln“, sagt Emely Daun, „die verbrennen Fett.“ Angst, nicht mehr in das alte Hemd zu passen, müsse man angesichts neuer Muskelberge allerdings nicht haben. „Um das zu erreichen, müsste man schon mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen.“ Bereits ein richtiges Training in der Woche habe schon einen Effekt, erklärt die Spezialistin. Falls jemand gar keinen Sport mag, werden auch reine Ernährungspläne aufgestellt. „Mit Sport geht es aber viel besser.“
Einen Tipp hat sie für fast alle parat, die Kilos verlieren wollen. „Einfache Kohlenhydrate wie etwa in Weißbrot oder Weizenmehl meiden. Lieber Dinkelnudeln und Vollkornprodukte.“ Den berühmten Schweinehund, der spätestens nach vier Wochen um die Ecke schaut, gibt es natürlich auch. „Bei uns wartet ein Trainer auf die Sportler“, berichtet Emily Daun. „Das motiviert die Menschen. Die Schläferquote in der Kartei ist recht gering.“
Fitness-Parcours gut genutzt
Wer keine Lust auf ein Fitnessstudio hat, der kann sich natürlich auch an der frischen Luft sportlich betätigen – ist dann allerdings auf sich allein gestellt. Neben den klassischen Sportarten wie Joggen und Radfahren gibt es noch viele weitere Sport-Möglichkeiten. Der Stadtsportbund Frankfurt (SSB) hat in den zurückliegenden Jahren viel getan, um das Angebot an frei zugänglichen Sportanlagen in der Oderstadt zu verbessern. „Wir erleben eine ständig steigende Nachfrage nach Sport im Freien. Zum neuen Zeitgeist gehören ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein und die Bereitschaft, zeitliche Freiräume spontan mit sportlicher Bewegung zu füllen“, erklärt SSB-Präsidentin Gudrun Frey.
Auf Initiative des SSB sind seit 2015 fünf neue Sportanlagen entstanden: Drei Boule-Plätze, der sehr gut genutzte Fitness-Parcours an der Oderpromenade sowie vor wenigen Wochen ein sogenannter Calisthenics-Parcours, eine Art Klettergerüst für Erwachsene. Am Europaplatz direkt vor der Uni-Mensa kann man sich nun auch sportlich betätigen, um lästige Pfunde loszuwerden.
Frei zugängliche Outdoor-Sportanlagen
Alexej-Leonow-Straße (Stadtplatz Süd): "Aktivband"Anger: BouleBeckmannstraße: Beachvolleyballplätze, Laufbahn, Reckstangen, Bolzplatz, TischtennisBergstraße (Ecke Beckmannstraße): Trimm-Dich-ParcoursClara-Zetkin-Ring: Skateboard-Parcours, BolzplatzCottbusser Straße: Bolzplatz, Basketball, Trimm-Dich-GeräteEuropaplatz: Calisthenics-ParcoursKaufland-Vorplatz: Skateanlage, TischtennisKonrad-Wachsmann-Straße: Kugelstoßen, Sprintstrecke, Weitsprung, BolzplatzLennépark: TischtennisplattenMühlenweg: Skateboard-ParcoursMühlenweg: Kraftsportbereich, Bolzplatz, Basketball, Sprintstrecke, WeitsprungOderpromenade (Höhe Römertreppe): BouleOderpromenade (Höhe Winterhafen): Fitness-Parcours, Bolzplatz, Basketball, Beachvolleyball, TischtennisPlatz der Begegnung: Fitnessgeräte, Doppelreckstange, Streetball, TischtennisSabinusstraße: Skateboard-Parcours, Streetball, Hockey, TischtennisStadion: BolzplatzStadtwald: Trimm-Dich-PfadUniversitätsplatz: TischtennisWollenweberstraße: Bank mit PedalenZiegenwerder: Boule, Reckstange
⇥Quelle: Stadtsportbund