Party in Frankfurt (Oder)
: Kneipennacht am 30. Oktober – Lokale und Bands im Überblick

Am Montag (30.10.) wird in Frankfurt (Oder) die nächste MOZ-Kneipennacht gefeiert. Vor dem Feiertag gibt es in sieben Lokalen wieder viel Livemusik auf die Ohren. Der Überblick.
Von
Thomas Gutke,
Bernhard Sobanski
Frankfurt (Oder)
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Viel los war bei der Kneipennacht vor einem Jahr im Diebels live in den Lennépassagen in Frankfurt (Oder). Auch diesmal wird auf der Terasse wieder ein Zelt aufgebaut sein.

Bernhard Sobanski

Die Biergartensaison ist lange vorbei. Doch Ausgehen und Feiern kann man natürlich auch in Frankfurt (Oder) das ganze Jahr über. Eine gute Gelegenheit, die Kneipenszene der Stadt kennenzulernen, bietet sich am Montag, 30. Oktober, bei der 44. Auflage der MOZ-Kneipennacht. In den sieben beteiligten Lokalen gibt es am Brückentag nicht nur kühle Getränke, es treten auch wieder viele spannende Bands und Musikerinnen auf.

Eine Kneipennacht-Tour durch die Stadt könnte wohl kaum besser als im Königs Fritzen (1) in Altberesinchen starten. Die Kneipe an der Dresdner, Ecke Fürstenberger Straße gehört zu den ältesten in Frankfurt (Oder) überhaupt, die sich trotz des anhaltenden Kneipensterbens in den vergangenen Jahren gehalten hat.

Zu verdanken ist das allen voran Kneipenwirt Frank Nagel. Er lebt für seine Kneipe und organisiert gemeinsam mit seinen Stammgästen regelmäßig Aktionen für das Stadtviertel, darunter auch in diesem Jahr wieder einen Weihnachtswunschbaum für Kinder, der vor dem Fritzen aufgestellt werden soll. Zur Kneipennacht spielen Andreas Lilie und Maggie Ritter als Duo „Open Road“ Rock-, Pop-, Blues- und Folksongs. Los geht es bereits um 19 Uhr.

Zwischen ruhigen Tönen, Hip-Hop und Blues Uwe

Weiter geht es Richtung Bahnhofsvorplatz zum Elyx (2). Die Mischung aus Café und Cocktailbar im Vintagestil, die auch gut nach Friedrichshain oder Kreuzberg passen würde, ist inzwischen längst kein Geheimtipp mehr. Gäste schätzen vor allem den Kaffee aus der großen italienischen Kaffeemaschine, aber auch die umfangreiche Cocktailkarte.

Der Wirt des Elyx, Gürol Özcan, kontrolliert noch einmal seine Vorräte, damit er zur MOZ-Kneipennacht die besten Cocktails mixen kann.

Bernhard Sobanski

Gastronom Gürol Özcan ist seit der Eröffnung des Elyx bei der Kneipennacht mit dabei. Gefeiert wird diesmal drinnen. Angekündigt sind drei sehr unterschiedliche musikalische Beiträge: Singer-Songwriterin „Yara“ übernimmt den etwas ruhigeren Part des Abends. „K.O.LIPS@THE BILLION BITBOYS“ setzen mit Hip-Hop den Kontrapunkt. Und „Blues Uwe“ sorgt dafür, dass keine lange Umbaupause entsteht.

Das Oliveto am Marktplatz eröffnet nach Umbau neu

Das urige Diebels live (3) in den Lennépassagen gehört zu etabliertesten Lokalen in Frankfurt. Die Speisekarte ist bodenständig und wird je nach Jahreszeit um saisonale Gerichte ergänzt. Am 30. Oktober gibt es wieder eine spezielle Speise- und Getränkekarte. Dazu baut das Wirts-Paar Guido und Yvonne Tietgen ein großes Zelt auf der Terrasse auf, um die Platzkapazitäten etwas zu erweitern. Denn es dürfte wieder voll werden. Schließlich hat sich mit „Centric“ eine der Lieblingsbands der Stammkundschaft angekündigt. Das Repertoire der Band umfasst neben Hits aus dem Osten auch viele internationale Nummern.

Noch ist das Oliveto eine Baustelle. Am 30. Oktober soll es in neuem Glanz erstrahlen und die Neueröffnung bei der MOZ-Kneipennacht groß gefeiert werden.

Bernhard Sobanski

Ein paar Hundert Meter weiter am Marktplatz wird am Montag nicht nur Kneipennacht gefeiert – sondern auch die Neueröffnung des Oliveto (4). Das Lokal neben dem Kino hatte schon viele Namen und Inhaber. Seit dem Sommer ist nun der erfahrene Gastronom Ismail Ljika dort Wirt. Der Standort und der Name Oliveto gefielen ihm, das Ambiente und die Küchenausstattung weniger. Seit Anfang Oktober baute er das Lokal deshalb nach seinen Vorstellungen um. Zur Kneipennacht soll alles fertig sein, geöffnet ist danach täglich außer montags ab 12 Uhr. Den passenden Soundtrack zur Neueröffnung wird an dem Abend Andrew Carrington beisteuern. Der Australier, der in Berlin lebt, war Lead-Sänger der australischen Gruppe „The Ten Tenors“, beschreitet inzwischen aber als Saxophonist, Sänger und Entertainer andere Wege.

Salsa in der Havana Bar, Gundermann-Songs in der Kuma

In den Gerstenberger Höfen – die sich in den vergangenen Jahren zu einem kulturellen Szeneviertel gemausert haben – gibt es gleich zwei Lokale, die sich an der MOZ-Kneipennacht beteiligen.

Darunter natürlich die Havana Bar (5), die seit drei Jahren hier zu Hause ist. In der Mischung aus karibischen Tanzschuppen, Cocktailbar und Kneipe finden Menschen aus allen Generationen, vielen Nationen und sozialen Milieus zusammen. Und genau das macht auch das besondere Flair der Havana Bar aus. Kult-Wirt Osmany Ventura setzt am 30. Oktober auf Altbewährtes – die kubanische Band „A lo Cubano“. „Warum sollten wir etwas Anderes machen? - Unsere Gäste wollen Salsa, Son, Merengue, Rumba, Mambo und Cha-Cha-Cha tanzen und wir besorgen die passende Band dazu“, sagt er.

Osmany Ventura, Wirt der Havana Bar in Frankfurt (Oder), freut sich auf viele Besucher bei der 44. MOZ-Kneipennacht am 30. Oktober

Bernhard Sobanski

Praktisch fast nebenan befindet sich die Kulturmanufaktur, kurz Kuma (6). Chefin Linda Pickny versteht die Kuma weniger als Kneipe, sondern eher als soziokulturelles Zentrum mit Barbetrieb. Denn abgesehen von Konzerten und Getränkeausschank wird die Kuma auch für Ausstellungen, Workshops und Gesprächsrunden genutzt. Zur Kneipennacht gastiert die Musikerin Heike Matzer in der Kuma, die vielen als Sängerin der Band „Returning Flood“ ein Begriff sein dürfte, mit der sie rund 20 Jahre lang in der Region unterwegs war. Inzwischen arbeitet sie in verschiedenen Solo- und Band-Projekten. In den Gerstenberger Höfen wird es von ihr unter anderem Songs von Tamara Danz und Gerhard Gundermann zu hören geben. Beginn ist um 19 Uhr.

Linda Pickny und Paul Bogadtke an der Bar der Kuma freuen sich schon auf das Konzert von Heike Matzer zur MOZ-Kneipennacht.

Bernhard Sobanski

Aftershow-Party in der Discothek Bellevue

Wer zu später Stunde noch nicht genug hat – oder gerade erst so richtig warm geworden ist – der kann in der Diskothek Bellevue (7) den Abend ausklingen lassen. Die traditionelle Aftershowparty in der kultigen Location in der Beckmannstraße beginnt um 22 Uhr.

Das Procedere entspricht dem der letzten Kneipennächte. Im ersten besuchten Lokal bezahlt man 6 Euro Teilnehmerbeitrag und erhält dafür ein kleines Begrüßungsgetränk und den Kneipennachtsstempel. Dieser Stempel berechtigt dann dazu, alle Konzerte der Kneipennacht ohne Eintritt zu besuchen und darüber hinaus die Busse und Bahnen der SVF während der Kneipennacht kostenfrei zu nutzen. Präsentiert wird die Kneipennacht von der MOZ und von Frankfurter Pilsener. Zu den Unterstützern gehören außerdem die Sparkasse Oder-Spree, der Stadtverkehrsgesellschaft, die Kneipenzeitung, die Oderwelle und die Discothek Bellevue.

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