Es wird wohl die aufregendste Reise ihres bisherigen Lebens, die die fünf Schüler der Huttenschule am 2. Januar antreten werden. "Vor genau 20 Jahren sind die ersten Schüler unserer Schule in den Senegal geflogen", sagt Lehrerin Antje Steglich, die das außergewöhnliche Schulprojekt seit dieser Zeit betreut. Jetzt also dieser Jubiläumsbesuch.
Kurz vor den Weihnachtsferien wurden noch einmal letzte Details mit den Schülern bei einem Frühstück besprochen. "Ansonsten hatten wir sehr viele Seminare, um uns auf diese Reise vorzubereiten", so Felix Raasch. Die Schüler aus der afrikanischen Stadt Ziguinchor besuchten die Oderstadt bereits im letzten Jahr und wohnten dabei bei ihren Patenschülern. Außerdem gab es vielfältige Aktivitäten, unter anderem ein Besuch bei der Polizei in Frankfurt. Jetzt erfolgt der Gegenbesuch. "Die Anreise wird allerdings recht mühselig", so Lehrerin Petra Hoff, die ebenfalls zur Reisegruppe gehört. "Wir sind mehr als 24 Stunden unterwegs, da wir über Istanbul fliegen müssen", erklärt sie. Für viele der Schüler ist es nicht nur die erste Fernreise, sondern auch der erste Flug ihres Lebens.
Dass die dreiwöchige Reise überhaupt möglich ist, dafür möchten sich Schüler und Lehrer bei der Sparkasse und dem Lutherstift bedanken, die die Reise sponsern. Jeder Schüleraustausch hat immer auch ein Thema. "Diesmal ist es die Chancengleichheit bei der Berufswahl zwischen Mann und Frau", so Antje Steglich. Insbesondere im Senegal sei die Chancengleichheit noch lange nicht gegeben.