Radsport: Super Wetter – tolle Zeiten

Die Teilnehmer der Region vor dem Alpen-Panorama: Falk Boden, Karsten Klugmann, Bernd Marx, Carsten Daun (alle RSV Schlaubetal Müllrose), Holger Daun und Steffen Dörry (beide Forst)
A. Oltersdorf„Die Bedingungen waren wirklich gut, zehn Grad schon am Morgen, bis zu 20 Grad maximal. Carsten Daun, Karsten Klugmann und ich haben nur einen kurzen Regenschauer hinter dem Timmelsjoch erwischt. Da friert man bei den langen Abfahrten nicht und kann mit hohem Tempo fahren“, erzählt Falk Boden, der 1983 die Friedensfahrt gewinnen konnte und viele Jahre für den ASK Frankfurt im Sattel saß. Das habe zu relativ schnellen Zeiten geführt. „Wir drei haben uns um 45 bis 50 Minuten im Vergleich zu vorigen Teilnahmen verbessert“, zeigt sich der Mixdorfer sichtlich zufrieden. Boden war nach 8:46:44 Stunden im Ziel und der Schnellste im sechsköpfigen Team Schlaubetraining (siehe Info-Kasten). Daun erreichte nach 9:24:07 als 17. der Ü60 die beste Altersklassenplatzierung der Freunde.
Alle kommen gesund ins Ziel
Wer länger als elf Stunden gebraucht habe, sei noch ganz schön nass geworden, sagte Boden. „Aber wir waren alle rundum zufrieden, sind gesund und ohne Materialschaden zurückgekommen, vom ,Beinschaden‘ mal abgesehen“, nimmt der 59-Jährige die Anstrengungen mit Humor. Zumal nicht jeder aus unterschiedlichen Gründen das Ziel erreicht hat. Von den 4285 Startern, davon 261 Frauen, traf dies immerhin 302 Fahrer.
Mit Hochachtung spricht der dreifache Weltmeister im Mannschaftszeitfahren vom ein Jahr älteren Bernd Marx, den er schon aus Jugendzeiten in der DDR-Nationalmannschaft kennt. Im vorigen Jahr musste Marx, der in Lindendorf (MOL) lebt, bereits am Kühtai nach gut 50 km aufgeben. Diesmal erreichte er das Ziel – blieb knapp zwei Minuten unter zwölf Stunden. Falk Boden erklärt: „Bernd hatte Krebs. Er ist die Erkrankung sehr progressiv angegangen und hat sie besiegt. Dass er den Ötztal-Marathon geschafft hat, freut mich für ihn besonders. Man muss den Hut ziehen.“
Auch Steffen Dörry blieb bei seiner Radmarathon-Premiere im Ötztal unter zwölf Stunden. Den Fußballer aus Forst hatte sein Freund Holger Daun für das Zweirad begeistern können. Daun wiederum fand über seinen Bruder Carsten zur Gruppe. Der Physiotherapeut aus Müllrose kümmert sich um die gesundheitliche und prophylaktische Betreuung der Radsportler. Boden übernimmt das methodische Training.
Falk Boden hofft, dass sich weitere Radsportler finden, die mit dem Team das Abenteuer im nächsten Jahr angehen wollen. Gerald Schulz, der Sieger des diesjährigen Old Men Race hat schon sein Interesse bekundet …
Ötztal-Radmarathon von Sölden und zurück
Der Ötztal-Radmarathon führt von Sölden (1377 m) über Oetz (800), Kühtai (2020), Innsbruck (600), den Brenner- und Jaufenpass (1377/2090) nach St. Leonhard (700) in Südtirol. Wieder in Österreich wird am Timmelsjoch mit 2509 Meter der höchste Punkte erreicht. Die Steigungen betragen bis zu 18 Prozent. Ziel ist in Sölden.
Die 39. Auflage gewann der Bregenzer Mathias Nothegger nach 6:47:02 Stunden. Der Letzte benötigte 13:28 Stunden.
Ergebnisse von Teilnehmern der Region: Falk Boden (Jahrgang 1960) 8:46:44 Stunden, Carsten Daun (1955/beide Team Schlaubetraining) 9:24:07, Karsten Ewald (1960/Team Raute) 10:09:54, Karsten Klugmann (1961/Schlaubetraining) 10:29:39, Joachim Angolini (1957/FRC 90) 10:42:33, Bernd Marx (1959/RSV Schlaubetal) 11:58:48
