RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder): Odeg gibt neuen Stand zu Einschränkungen bekannt

Beim RE1 zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin stehen die nächsten Ausfälle und Einschränkungen an.
Lisa LarossaAls die Odeg die Züge der Linie RE1 Ende 2022 übernahm, freuten sich Pendler vor allem auf den angekündigten 20-Minuten-Takt. Heute fährt der RE1 zwar nicht alle 20 Minuten, aber in den Hauptverkehrszeiten – also zwischen 5 und 8 Uhr und zwischen 14 und 18 Uhr – beispielsweise ab Frankfurt (Oder) nicht nur zur Minute 26 und 55, sondern auch 18 Minuten nach der vollen Stunde. Das aber wird sich bald ändern.
Wie die Odeg am 12.4.2023 in einer Pressemitteilung informierte, fahren diese Verstärkerzüge ab 6. Mai für voraussichtlich rund zweieinhalb Jahre nicht mehr nach Berlin durch und außerdem zu teils anderen Zeiten – bis November 2026. Der Grund dafür ist laut Odeg, dass der Infrastrukturbetreiber DB InfraGO den Bahnhof Berlin-Köpenick umbaut. Der wird zum Regionalbahnhof, sodass ab 2027 dort auch der RE1 halten kann.
Am 26.4. präzisierte die Odeg nun diese Pläne und teilte mit, dass die Einschränkungen für den Streckenabschnitt zwischen Berlin Ostbahnhof und Erkner bis zum 15. Dezember gelten werden. „Durch das Ausmaß der Bauarbeiten stehen erheblich weniger Trassenkapazitäten auf den Gleisen zwischen Berlin und Erkner zur Verfügung“, teilte die Odeg mit.
Wann der dritte Zug des RE1 überhaupt fährt
Fast alle Verstärkerzüge fahren dann nur bis oder ab Erkner. Die einzige Ausnahme ist laut dem ab 6. Mai geltenden Fahrplan der Verstärkerzug um 5.18 Uhr von Frankfurt nach Brandenburg Hauptbahnhof. Wer aus Berlin kommt oder dorthin will, muss für die restliche Strecke auf die S-Bahn-Linie S3 zurückgreifen. Ab 6. Mai sind die Verstärkerzüge zu folgenden Zeiten zwischen Erkner und Frankfurt unterwegs:
Frankfurt (Oder) – Erkner
6.22 Uhr
7.16 Uhr
8.16 Uhr
14.18 Uhr
15.16 Uhr
16.22 Uhr
17.16 Uhr
18.18 Uhr
Erkner – Frankfurt (Oder)
7.04 Uhr
8.13 Uhr
9.18 Uhr
15.10 Uhr
16.13 Uhr
17.04 Uhr
18.13 Uhr
19.04 Uhr
Zudem kommt es zu Einschränkungen beim Sitzplatzangebot bei den Verstärkerzügen, die in den Hauptverkehrszeiten zwischen Frankfurt (Oder) und Erkner eingesetzt werden. Dort wird die Zahl der Sitzplätze in den kommenden Monaten auf rund 400 pro Zug reduziert.
Auch Ostkreuz wird vom RE1 nicht angefahren
Das sind allerdings nicht die einzigen Einschränkungen ab 6. Mai. „Über den gesamten Zeitraum“, informiert die Odeg, werde es zwischen Ostbahnhof und Erkner sowie zwischen Erkner und Frankfurt zu weiteren Einschränkungen kommen. „Konkretere Aussagen können hierzu aktuell noch nicht getroffen werden. Sie werden jeweils gesondert informiert.“
Was allerdings aus den Fahrplanauskünften der DB und des VBB bereits hervorgeht: Die Züge halten ab 6. Mai auch nicht in Ostkreuz. Der VBB-Navigator empfiehlt, am Ostbahnhof auszusteigen und dann mit dem RE2 oder der S-Bahn zurück zum Ostkreuz zu fahren. Wer von Ostkreuz Richtung Frankfurt will, muss ebenfalls mit der S-Bahn oder dem RE8 zurückfahren zum Ostbahnhof und dann in den RE1 steigen – außer zu den oben genannten Zeiten, zu denen man mit der S3 direkt nach Erkner durchfahren muss, weil der RE1 erst dort startet.
„Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und stehen Ihnen für weitere Auskünfte gern zur Verfügung“, heißt es von der Odeg. Für alle, die zwischen Fürstenwalde und Frankfurt aus- oder einsteigen, bleibt es im Mai nicht bei diesen Problemen: Lange geplante Sperrpausen wegen des Brückenbaus in der Markendorfer Straße stehen auf der RE1-Strecke nicht nur am 11. und 12. sowie am 25. und 26. Mai an. Auch vom 16. bis 18. Juli, 17. bis 22. September sowie am 30. November und 1. Dezember kommt es zu Ersatzverkehr und damit erheblichen Einschränkungen zwischen Frankfurt und Fürstenwalde.




Seit fast einem Jahr rollt der RE1 als Zug der Odeg durch Frankfurt (Oder). Ist das für Pendler eine Verbesserung zu früher, als die DB die Linie betrieb? Oder sind es die gleichen Probleme in anderen Farben?