Religion
: Frankfurter Muslime beziehen neuen Gebetsraum in der Leipziger Straße

Die Muslime aus Frankfurt (Oder) ziehen in neue Räume in der Leipziger Straße. Er soll für alle Konfessionen offen sein.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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Ausdrücklich keine Moschee: Der Gebetsraum in Frankfurt (Oder) soll für alle muslimischen Glaubensrichtungen offen sein.

Thomas Gutke

Die Stadt stellt klar, dass „es sich um keine Moschee“ handelt. Bereits früher habe es Gebetsräume in Frankfurt gegeben, darunter im Haus der Künste in der Lindenstraße sowie in der Gubener Straße. In den vergangenen Jahren trafen sich Frankfurter Muslime in der Turnhalle auf dem Brückenplatz zu Freitagsgebeten und Festen. Doch da das multikulturelle Zentrum angesichts der geplanten Bebauung des Areals nicht weiter genutzt werden kann, musste sich die muslimische Gemeinde nach einem neuen Quartier umschauen.

Platz für 60 Gemeindemitglieder

Die Suche werde von der Verwaltung bereits seit drei Jahren begleitet. Das Vorhaben sei — anders als die AfD suggeriert – "zu keinem Zeitpunkt geheim“ gewesen. Auch Frankfurter Netzwerke wie THINK und der Integrationsbeirat seien vom Verein in die Planungen mit eingebunden gewesen. Zudem werde die Gemeinde, die Mieterin der Räume ist, finanziell vom Land bei dem Projekt unterstützt. Der neue Gebetsraum an der vielbefahrenen Leipziger Straße bietet nach Informationen der Verwaltung Platz für bis zu 60 Gemeindemitglieder. Es stehen zwei Stellplätze zur Verfügung. Darüber hinaus sind viele öffentliche Nahverkehrslinien fußläufig zu erreichen.

Der Gebetsraum war Ende Dezember bereits Ziel einer Sachbeschädigung. Unbekannte hatten eine Flüssigkeit an die Fassade des Flachbaus geschmiert, von der ein beißender Geruch ausging. Der Staatsschutz leitete damals Ermittlungen ein.