Bundespolizisten haben am Donnerstagnachmittag (13.7.) zwei Kinder aus der Oder gerettet und Schlimmeres verhindert. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte gegen 15:30 Uhr ein Bürger zwei Kinder bemerkt, die auf polnischem Hoheitsgebiet erst am Ufer und dann in der Oder spielten. Daraufhin informierte der Mann die Bundespolizei.
„Aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeit der Oder in diesem Bereich und der Gefahr für Leib und Leben der Kinder war Eile geboten. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei waren zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Stadtbrücke Frankfurt (Oder) eingesetzt und begaben sich unmittelbar nach Erkennen der Gefahrensituation zum Ereignisort“, heißt es im Bericht der Bundespolizeidirektion Berlin. Die Jungen im Alter von zehn Jahren seien zu diesem Zeitpunkt bereits bis zur Brust im Wasser gewesen.

Kinder wohlbehalten in die Obhut der Eltern übergeben

„Durch das beherzte Eingreifen der Einsatzkräfte konnten die beiden Jungen noch rechtzeitig aus dem Wasser gerettet und an Land gebracht werden. Sie blieben unverletzt“, so die Polizei weiter.
Beamte des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko informierten daraufhin die polnischen Behörden. Nach dem Eintreffen der polnischen Kräfte übergaben diese die beide Kinder in die Obhut ihrer Eltern.
Der deutsch-polnische Polizeivertrag vom 15. Mai 2014 zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die Zusammenarbeit der Polizei-, Grenz- und Zollbehörden ermöglicht die Durchführung gefahrenabwehrender Maßnahmen bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben auf dem Hoheitsgebiet des jeweils anderen. In diesem Fall hat der Vertrag womöglich das Leben zweier Kinder gerettet.
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