Schule
: Resümee der ersten Unterrichtswoche im neuen Schuljahr in Frankfurt (Oder)

Die erste Unterrichtswoche im neuen Schuljahr in Frankfurt (Oder) ist fast vorbei. Die Schulleiter der Sportschule und Kleist-Oberschule ziehen Resümee.
Von
Lisa Mahlke
Frankfurt (Oder)
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Die Lehrerinnen Janine Dochow (l.)  und Monique Telemann von der Kleist-Oberschule in Frankfurt (Oder) sortieren die Unterlagen zur Lernstandsermittlung nach den Schulschließungen.

Lisa Mahlke

Sollte jemand das nicht wollen, wird ein anderer Schüler ausgewählt, erklärt Schulleiter Sören Schunke das Verfahren. Die vom Bildungsministerium vorgesehenen Stichproben führt dann der Hausarzt durch.

Lehrer haben bis Ende November bis zu sechsmal die Möglichkeit eines Tests. Einen entsprechenden Schein haben sich viele von ihnen in dieser ersten Schulwoche aber noch nicht bei Schunke abgeholt. Was zu Beginn des Schuljahres außerdem ansteht: Versammlungen. Die 28 Lehrkräften müssen dazu aktuell in die Aula. Im Lehrerzimmer müssen sie Abstand halten oder Maske tragen. „In den Pausen haben die Lehrer aber gerade oft Aufsicht“, sagt Schunke. So werde es im Lehrerzimmer ohnehin meist nicht besonders voll.

Um zu verhindern, dass sich die Schüler mischen, gibt es gestaffelten Zutritt sowie eine Hofpause für die 7. und 9. Klasse und eine andere für die Klassen 8 und 10. Aber, das betont der Schulleiter, die Wahlpflichtkurse sind nicht im Klassenverband, für die über 300 Schüler sei zu wenig Platz im Gebäude, es gibt nur ein Treppenhaus, eine Tür ist sowohl Ein- als auch Ausgang – die Schüler begegnen sich also im Haus, das sei gar nicht zu vermeiden. „Der Mundschutz ist bei uns ganz wichtig.“ Die Schüler seien dabei sehr diszipliniert. Der Schulleiter hätte sich nur gewünscht, dass die beantragten Masken eher zur Verfügung stehen. Hat ein Schüler die Maske vergessen oder sie geht kaputt, greift die Schule auf privat angeschaffte zurück.

Auch an der Sportschule halten die Schüler die Maskenpflicht ein, weder Schüler noch Lehrer fehlen aufgrund von Corona – etwa, weil sie zur Risikogruppe gehören – und der Krankenstand ist gering. Die Besonderheit der Schule sorgt momentan für mehr Stress und große Herausforderungen bei der Planung. Denn nicht nur die schulischen Abläufe müssen Corona-konform sein, auch das Training. „Durch die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Olympiastützpunkt konnte das aber gut umgesetzt werden“, so Schulleiter Jens Herrmann.

An der Schule wird der Stundenplan um den Sport herum gebaut. Mehr Zeit im Plan nimmt die sportliche Begabungsförderung in Corona-Zeiten zwar nicht in Anspruch, aber es gibt klare Festlegungen durch die Umgangsverordnung. Zum Beispiel beim Thema Umkleiden. Da die Schüler aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, wohne etwa die Hälfte von ihnen im Internat. Diese nutzen die Möglichkeit, sich im eigenen Zimmer umzuziehen.

Beim Sport selbst gibt es Regeln wie feste Partner und Desinfektion. „Das ist bei den Freiluftsportarten wie Fußball etwas leichter“, sagt der Schulleiter. Vorgaben gibt es jedoch in allen Bereichen. „Die Schüler warten darauf, dass die Wettkämpfe wieder losgehen.“ Denn das sei ihre Motivation. „Das sind Schüler, die den Sport leben und lieben.“ Auch für das Internat und die Mensa gibt es Hygieneregeln und Wegepläne. Aufsichten regeln auch im Internat, dass Schüler verschiedener Klassen sich nicht begegnen. In der gymnasialen Oberstufe gibt es jedoch ein individuelles Kurssystem. Eine Vermischung lasse sich nicht vermeiden, so Herrmann.

„Ich habe die Hoffnung, dass der Regelbetrieb möglichst lange Bestand hat, dass die Schüler ihre beiden Hauptziele – sportliches Talent entfalten und gute schulische Leistung – umsetzen“, sagt Herrmann. Auch Schunke hofft auf regelmäßigen Schulbetrieb mit persönlichen Kontakten.