Schwimmen
: Bis zuletzt die Lok-Athleten unterstützt

Der Wettkampfrichter Werner Borngräber vom ESV Frankfurt ist gestorben.
Von
Kerstin Macht
Frankfurt
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Mit Werner Borngräber ist eines der letzten Mitglieder der Betriebssportgemeinschaft Reipo gestorben, die sich 1948 gegründet hatte und später zur BSG Lokomotive wurde. Aus ihr ist nach der Wende der Eisenbahnersportverein hervorgegangen.

Begonnen hatte der hochgewachsene Junge als Zwölfjähriger mit Schwimmen, wechselte dann zum Wasserball und brachte es dort zum Torwart in der Jugendliga. 1960 legte Borngräber die Wettkampfrichter-Prüfung ab und stand fortan in der weißen Kampfrichterkleidung am Beckenrand. Und dies nicht nur bei regionalen Wettkämpfen, sondern auch bei NOK-Schwimmfesten, Kinder- und Jugendspartakiaden oder DDR-Meisterschaften. 1968 schloss er sich dem Trainingszentrum der SG Dynamo Süd an, fungierte dort drei Jahre als Leiter.

Als sich das Trainingszentrum nach der Wende auflöste, kehrte der Zollangestellte zum ESV zurück und übernahm als Schwimmwart. Bei vielen Wettkämpfen auf Landes- und Bundesebene wurde er als Kampf- oder Schiedsrichter eingesetzt. Er kümmerte sich um die Aus- und Weiterbildung der Kampfrichter. Der gebürtige Frankfurter erhielt eine Eintragung ins Goldene Buch der Stadt.

Als sich Werner Borngräber vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen von der Vereinsarbeit zurückzog, versuchte er trotzdem, den Kontakt zu seinen Schwimmern zu halten. Sei es, dass er selbst noch im Schwimmbecken seine Runden drehte oder durch Spenden die Jugendarbeit der Schwimmabteilung unterstützte.