Schwimmen: Neun Medaillen bei 15 Starts

Große Delegation mit vielen schnellen Spezialisten: Die Schwimmer des ESV Frankfurt kehrten vom Danish International Swim Cup in Esbjerg mit vielen Medaillen und Bestleistungen zurück.
ESV Frankfurt23 ESV-Aktive hatten sich diesmal auf den Weg nach Dänemark gemacht. Sie trafen auf Schwimmer aus etwa 80 Vereinen und vier Ländern, darunter waren mit Jeannette Ottesen und Robin Backhaus international sehr erfahrene Schwimmer am Start. Umso höher ist es zu bewerten, dass sich einige Oderstädter, die höchstens dreimal in der Woche trainieren können, für die Finals, auch der offenen Klasse, qualifizierten und bei der Medaillenvergabe mitreden konnten.
Ein Mammutprogramm, allerdings ein sehr erfolgreiches, absolvierte die gerade zehnjährige Juliane Lier. Da sie sich fünf Finalteilnahmen sicherte, trat sie zu insgesamt 15 Rennen an. Sie erkämpfte auch die einzigen Goldplaketten für den ESV und zwar im Finale über 50 m Brust und über 100 m Lagen. Außerdem sicherte sie sich Silber über 25 m Freistil, 25 m Rücken, 25 und 50 m Freistil (jeweils im Finale) sowie 100 m Schmetterling und Bronze über 50 m Schmetterling und 100 m Freistil.
Melina Renneberg (Jahrgang 2006), die ihre meisten Erfolge bisher auf den Brustdistanzen errungen hat, glänzte diesmal auch auf den Freistilstrecken mit Silber über 50 und Bronze über 100 m, letzteres mit einer tollen Zeit von 1:03,35 Minuten im Finale. Dazu kamen Silber über 50 m Brust und Bronze im 25-m- Brust-Finale.
Spezialisten überzeugen
Rückenspezialist Niklas Richter (2003) konnte die Erwartungen mit Bronze über die 25- und 50-m-Strecke voll erfüllen. Tom-Niclas Brune (05) ist eher auf den Brustdistanzen zu Hause und zeigte dies auch in Esbjerg wieder eindrucksvoll. Silber gab es über 25 und 100 m Brust, Bronze kam über 50 m dazu. Außerdem stand der 14-Jährige im Finale über 25 m Schmetterling. Für drei Endläufe qualifizierte sich auch Max Pohland (07). Nachdem er im vergangenen Jahr mehrmals auf dem vierten Platz gelandet war, konnte er sich diesmal im Finale über 25 m Rücken die Bronzeplakette sichern. Dazu kamen zwei fünfte Ränge in den Finals über 25 und 50 m Freistil.
Eher unerwartet, dafür umso erfreulicher war die erste Medaille für Nele Hamann (07). Sie hatte sich schon riesig über den Einzug in den Endlauf über 25 m Rücken gefreut, am Ende reichte es sogar zu Bronze. Zwar nicht aufs Siegerpodest, aber in zwei Finals schaffte es Ben-Philip Pusch (06). Über 25 m Brust wurde er Fünfter, über 50 m Brust Siebter.
Juniorinnen besonders gefordert
Besonders schwer, so berichtete Stefan Windmüller, der seit Jahren das ESV-Team als Kampfrichter begleitet, hatten es die Juniorinnen, da sie in der offenen Klasse antraten, die ebenso wie die Jungen der Jahrgänge 01/02 sehr starke Konkurrenz hatten. Umso erfreulicher waren die Ergebnisse seiner Tochter Isa (02), die über 25 und 50 m Brust das Finale erreichte, hier Fünfte bzw. Sechste wurde, und von Hannah-Filiz Thomas (00), die im Endlauf über 25 m Rücken Rang 6 erschwamm. Isa verbesserte außerdem über 200 m Brust den Vereinsrekord auf jetzt 2:46,52 Minuten.
„Aber nicht nur die Medaillengewinner und Finalteilnehmer sorgten für gute Ergebnisse. Auch viele andere, darunter Felix Luis Bradler (05), verbesserten sich auf den einzelnen Strecken teilweise erheblich“, wusste der ESV-Betreuer zu berichten. Danken wollte er den Stadtwerken, die mit einer Förderung die Wettkampfreise des ESV-Teams nach Dänemark mit ermöglicht hatte.