Pyrotechnik und Alkoholkonsum – der Jahreswechsel hat bei Polizei und Feuerwehr in Frankfurt (Oder) für einige Einsätze gesorgt. Dabei wurden die Einsatzkräfte sogar mehrmals selbst zur Zielscheibe.
In der Karl-Marx-Straße von Frankfurt (Oder) beschossen drei Unbekannte gezielt ein Einsatzfahrzeug der Bereitschaftspolizei mit Feuerwerksraketen. Als die Beamten versuchten, das Trio festzunehmen, wurden sie mit sogenannten „Römischen Fackeln“ beschossen, meldete die Polizeidirektion Ost. Die Täter entkamen unerkannt, einer verlor dabei einen Beutel mit unerlaubter Pyrotechnik der Klasse F3.

Betrunkener attackiert Passanten und Polizei am Bahnhofsplatz in Frankfurt (Oder)

Am Bahnhofsplatz griff ein Mann (43) gegen drei Uhr nachts drei Personen an. Diese erlitten Verletzungen im Gesicht und am Kopf. Zwei von ihnen mussten sogar ins Krankenhaus gebracht werden. „Beim Eintreffen der Beamten ließ sich der Tatverdächtige nicht bändigen, sondern beleidigte die Beamten massiv und versuchte die Beamten bei seiner Gewahrsamnahme an den Kopf zu treten“, sagte Polizeisprecher Ralf Lindner. Der Mann pustete einen Alkoholwert von zwei Promille, weshalb er zur Ausnüchterung in eine Zelle kam.
Trotz der Vorfälle sprach Ralf Lindner von der Polizeidirektion Ost auf Nachfrage von einer „normalen Silvesternacht“ in Ostbrandenburg. Demnach gab es für die Polizei – wie zum Jahreswechsel üblich – eine „hohe Dichte an Einsätzen“ in den Nachtstunden.
Von großen Bränden zum Jahreswechsel verschont geblieben sei diesmal Frankfurt (Oder), bilanzierte Wolfgang Welenga vom Stadtfeuerwehrverband: Seine Kollegen hätten lediglich zu kleineren Bränden ausrücken müssen, berichtete er. Pyrotechnik habe einige Hecken sowie eine Mülltonne in der Markendorfer Straße in Brand gesetzt. Sehr geärgert habe ihn, dass einige unbekannte Personen die ausrückenden Feuerwehrleute in der Leipziger Straße mit Feuerwerk beschossen hätten.