Sperrung in Frankfurt (Oder)
: Markendorfer Straße wird für längere Zeit gesperrt

Bauarbeiten an der Brücke in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder), unter der die Züge des RE1 durchfahren, haben eine langfristige Sperrung zur Folge. Die Einzelheiten.
Von
Lisa Mahlke
Frankfurt (Oder)
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Noch fließt der Verkehr auf der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder). Bedingt durch notwendige Bauarbeiten steht in Kürze eine Sperrung für längere Zeit bevor.

Selim Pekel

Die Brücke in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder) ist mehrere Jahrzehnte alt. Das Bauwerk, das über die Bahngleise des RE1 führt, muss dringend saniert werden. Die Stadtverwaltung spricht in einer Pressemitteilung von „baulichen Schäden in erheblichem Umfang“, die bei den letzten Brückenprüfungen festgestellt wurden. Auf einer an Schulnoten angelehnten Skala von 1 bis 4 bekam sie eine Zustandsnote von 3,4.

Nun also beginnt der Brückenneubau. Die Markendorfer Straße wird dazu ab 13. November für den Autoverkehr gesperrt, und zwar für zwei Jahre, „bis zur Fertigstellung Ende des Jahres 2025“.

Abstimmung mit der Deutschen Bahn für Bauarbeiten dauerte Jahre

Es soll halbseitig gebaut werden, um die Versorgungsleitungen provisorisch über die Schienen führen zu können. Aus diesem Grund können Fußgängerinnen und Fußgänger die Brücke weiter überqueren, außer während geplanter, kurzer Vollsperrungen. Man will, so die Stadt, Zuwegungen für die Anlieger benachbarter Grundstücke herstellen. Von der Beeskower Straße können Autofahrer während der zwei Jahre allerdings nicht mehr auf die Markendorfer Straße gelangen. Der Fußweg wird bis zur Instandsetzung noch nutzbar sein, Autofahrer müssen über die Potsdamer in die Beeskower Straße fahren. Umleitungen werden laut Stadtverwaltung ausgeschildert.

„Durch das Amt für Tief–, Straßenbau und Grünflächen der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) wurden die für den Brückenbau erforderlichen Vorbereitungen durchgeführt“, heißt es in der Pressemitteilung. Gemeint ist damit, dass bereits seit 2015 Vorbereitungen und Abstimmungen mit der Deutschen Bahn liefen. Die Anmeldung von Sperrpausen auf der Bahnstrecke haben bei der DB AG eine Vorlaufzeit von rund drei Jahren und müssen dann zwingend eingehalten werden. Mehrere Sperrpausen sind für Anfang 2024 bis Ende 2025 genehmigt. Auch Zug–Pendler müssen sich auf zeitweiligen Ersatzverkehr einstellen.

Neben der DB, informiert die Stadtverwaltung, waren auch die städtischen Behörden, die Leitungseigentümer, die Rettungskräfte sowie die Anlieger zu beteiligen. Auch erforderliche Baumfällungen, Ersatzpflanzungen, Vorkehrungen für geschützte Tierarten, Verkehrsführungen und Leitungsumverlegungen mussten geplant werden. Leitungen, die zur Frankfurter Wasser– und Abwasser–gesellschaft mbH (FWA) gehören (Trink– und Regenwasser), werden im Zuge der Brücken– und Straßenbaumaßnahme ebenfalls erneuert.

Einschränkungen für Einwohner von Frankfurt (Oder) sollen minimiert werden

Die Bauarbeiten werde die Firma OST Bau Osterburger Straßen–, Tief– und Hochbau GmbH aus Osterburg, welches Erfahrungen bei der Umsetzung ähnlicher Projekte aufweise, ausführen. Die Erneuerung der Brücke kostet rund 3 Millionen Euro. Ein Großteil wird zwar aus Fördermitteln finanziert, vor gut einem Monat hatten die Stadtverordneten allerdings noch über eine Budgeterhöhung entscheiden müssen, da wegen der Situation am Bau–Markt alle auf die Ausschreibung eingereichten Angebote über dem ursprünglich geplanten Betrag gelegen hatten.

Den Beteiligten ist bewusst, dass die Sperrung der Straße für Unannehmlichkeiten sorgen wird. Aus der Stadtverwaltung heißt es, dass die Baumaßnahme groß und komplex sei, weshalb es zu Einschränkungen kommen könne. „Durch die Beteiligten wird angestrebt, diese auf das notwendige Maß zu beschränken“, so die Stadt diesbezüglich.

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