Sperrung RE1
: Bahnstrecke bei Frankfurt (Oder) drei Tage lang gesperrt

Es fahren keine Züge zwischen Fürstenwalde und Frankfurt (Oder). Was der Grund für die Sperrung ist und wie der Ersatzverkehr organisiert ist.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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Blick auf die Brückenbaustelle in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder), im Hintergrund die Bahngleise, auf dem unter anderem der RE1 verkehrt.

Blick auf die Brückenbaustelle in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder), im Hintergrund die Bahngleise, auf denen unter anderem der RE1 verkehrt.

Selim Pekel

Pünktlich zum Start in die Sommerferien geht auf der Bahnstrecke des RE1 zwischen Fürstenwalde und Frankfurt (Oder) drei Tage lang nichts mehr.

Nach Angaben der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) entfallen von Dienstag (16.7.), 1 Uhr, bis Donnerstag (18.7), 23 Uhr, alle Züge der Regionalexpresslinie auf dem Abschnitt. Es gibt einen Ersatzverkehr mit Bussen.

Grund sind einmal mehr die Brückenbauarbeiten in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder), die eine lang geplante, dreitägige Sperrung nötig machen. Anders als im Mai sind diesmal zwischen Pillgram und Frankfurt (Oder) beide Gleise nicht befahrbar.

Odeg setzt Expressbusse und Überlandbusse ein

Im Ersatzverkehr werden laut Odeg folgende zwei Routen im Ersatzverkehr bedient: Auf Linie 1 verkehren Expressbusse (Doppeldeckerbusse und Reisebusse) ohne Zwischenhalte zwischen Fürstenwalde und Frankfurt (Oder). Auf Linie 2 kommen Überlandbusse (Niederflurgelenkbusse) zum Einsatz, die auch alle Zwischenhalte im Abschnitt zwischen Fürstenwalde (Spree) und Frankfurt (Oder) ansteuern.

Die Busse starten in der Regel halbstündlich in jeweils beiden Städten. Die genauen Fahrtzeiten hat die Odeg auf ihrer Internetseite veröffentlicht und sind auch unter www.bahn.de beziehungsweise www.vbb.de zu finden.

Das Verkehrsunternehmen bittet die Fahrgäste darum, sich auf die bereitgestellten Busse zu verteilen. „Die größere Kapazität bieten die Doppeldeckerbusse“, heißt es in der Presseinformation. Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder können mit dem Ersatzverkehr nur eingeschränkt befördert werden. Bei wenig Platz hätten Rollstühle und Kinderwagen Vorrang. „Ein Anspruch auf Mitnahme des Fahrrades besteht nicht.“

Bauarbeiten in Frankfurt (Oder) laufen seit November 2023

Die Markendorfer Straße – eine Verkehrsachse zwischen Leipziger Straße und August-Bebel-Straße in Frankfurt (Oder) – führt über die Bahngleise, auf der die Regionalexpresslinie RE1 und Fernzüge verkehren. Die Stadt lässt die jahrzehntealte, marode Spannbetonbrücke erneuern. Dafür sind auch mehrere, lange im Voraus mit der Bahn abgesprochene Sperrpausen der Bahntrasse nötig.

Blick auf die Baustelle in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder)

Blick auf die Baustelle in der Markendorfer Straße in Frankfurt (Oder)

Selim Pekel

Die Bauarbeiten laufen seit November 2023 und sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Die Brücke wird in halbseitiger Bauweise erneuert, um keine Leitungen (zum Beispiel Glasfaserkabel) kappen zu müssen und Fußgängern den Weg über die Brücke weiter zu ermöglichen.

Montage der Betonfertigteile für ersten Teil der neuen Brücke

Wie die Stadt informiert, liegen die Arbeiten voll im Zeitplan. „Durch die intensive und konstruktive Zusammenarbeit der Beteiligten konnten Verzögerungen bisher vermieden werden“, erklärt Stadtsprecher Uwe Meier. Neben dem Rückbau der alten Fahrbahn im Brückenbereich sei inzwischen unter anderem der Abbruch der östlichen Brückenhälfte (einschließlich Geländer) sowie der oberen Bereiche der Widerlager – auf der die Brücke aufliegt – erfolgt. Auch fanden am Beton der verbleibenden unteren Bereiche der Widerlager Instandsetzungsarbeiten statt.

Aktuell laufen nun die Vorbereitungen für die Montage der Betonfertigteile des neuen östlichen Brückenüberbaus, die zwischen dem 16. und 18. Juli erfolgen soll.

Arbeiten erstrecken sich über gesamte Gleisanlagen

Das Zeitfenster ist eng: Zunächst werde die Gerüst- und Schalkonstruktion zurückgebaut, die in den vergangenen Monaten zur Herstellung der neuen Auflager der Widerlager nötig war, informiert die Stadtverwaltung. Danach folge der Aufbau von Schutzabdeckungen und Arbeitsgerüsten.

Ist alles so weit vorbereitet, kann der Einbau der neuen Betonfertigteile für den Brückenüberbau beginnen und auch das Traggerüst für die Kappenschalung montiert werden. Die Arbeiten erstrecken sich über die gesamten Gleis- und Oberleitungsanlagen, was ohne eine komplette Sperrung der Bahnstrecke nicht möglich wäre. Bei der letzten Sperrpause im Mai war zumindest ein Gleis befahrbar geblieben.

Diesmal muss auch der Fußgängerverkehr während der Montage des Überbaus mehrfach zeitweise unterbrochen werden, da Lkw die Betonteile anliefern und ein Kran zum Einsatz kommt.

Wichtig für Bahnpendler: Weitere Sperrpausen sind in diesem Jahr noch vom 16. bis 23. September sowie vom 29. November bis 2. Dezember geplant.

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