„Wer macht so etwas?“ Das fragen sich derzeit nicht nur die Beschäftigten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in Frankfurt (Oder). Auch Wolfgang Welenga, der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes, ist fassungslos und wütend zugleich über den Angriff auf einen Rettungswagen am Sonnabend in der Heilbronner Straße.

Mit Damenfahrrad Richtung Kleistpark geflüchtet

Wie Wolfgang Welenga berichtet, waren Sanitäter gegen 18.30 Uhr gerade dabei, einen Patienten im Rettungswagen zu behandeln, als von außen ein Unbekannter an das Fahrzeug herantrat, beide Außenspiegel abtrat und verschwand. Zeugen beschrieben den Mann laut Polizei als zirka 40 Jahre alt, auffallend klein, mit schwarzen Haaren und mit schwarzer Bekleidung. Er soll mit einem Damenfahrrad in Richtung Kleistpark davon gefahren sein.
„Jetzt steht der Rettungswagen seit dem Wochenende in der Werkstatt und kann nicht fahren, weil sich die Spiegel nicht mal eben so reparieren lassen, es handelt sich um Spezialanfertigungen“, erklärt Wolfgang Welenga. Der RTW stehe den Einsatzkräften nun derzeit nicht zur Verfügung, wenn mehrere Rettungseinsätze zeitgleich gefahren werden müssen.

Blaulicht muss per Hand in die Spiegel eingepasst werden

Am Dienstag stand das Fahrzeug noch beim Karosserie- und Lackierbetrieb Jens Sagert in der Goepelstraße. Zumindest ein Spiegel war am Nachmittag wieder repariert. Die längere Reparaturzeit sei besonders der speziellen Anpassung der Spiegel geschuldet, berichtete Mitarbeiter Michael Lehmann. So müsse das Blaulicht von Hand in die Spiegel eingebaut werden.
Ausfindig gemacht sei der Täter bislang nicht, sagt Bärbel Cotte-Weiß, Sprecherin bei der Polizeidirektion Ost. Zeugen des Vorfalls werden weiter gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Dies kann über die 03361 5680 bzw. die Internetwache www.polizei.brandenburg.de erfolgen.