Sport in Polen
: Fit werden im Frühling – Tipps vom Ironman aus Slubice

Viele zieht es im Frühling nach draußen, der Drang nach Bewegung und Sport steigt mit den Temperaturen. Wie man jetzt fit werden kann – auch geistig – erklärt ein Ironman aus Polen.
Von
Marlena Dumin
Słubice
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Rafał Borowiak, Ironman aus Słubice, hat eine feste Motivationsformel: „Ich setze mir ein klares Ziel und handle nach einem durchdachten Trainingsplan.“

Rafał Borowiak
  • Ironman Rafał Borowiak aus Slubice: klare Ziele, tägliches Training.
  • 2024: Teilnahme an drei Ironman-Wettkämpfen und zwei Halbironman-Events.
  • Sport verbessert körperliche und mentale Gesundheit.
  • Training mit Freunden erhöht Motivation.
  • Sportabenteuer begann in der Schule, Teilnahme an Ironman-WM 2018 in Hawaii.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Ich trainiere täglich, an Wochenenden sogar bis zu fünf Stunden am Tag. Mein Körper braucht das, sowohl physisch als auch mental“, erzählt Rafał Borowiak (42), ein Słubicer, der als Projektmanager im Landkreis Märkisch-Oderland in Seelow arbeitet. 2024 nahm er an drei Ironman-Wettkämpfen in Texas, der Schweiz und Polen sowie an zwei Halbironman-Wettkämpfen in Polen und Vietnam teil. Insgesamt lief er während dieser Wettkämpfe im vergangenen Jahr 177 Kilometer, fuhr 720 Kilometer mit dem Fahrrad und schwamm 15 Kilometer.

Mit dem Frühling vor der Tür ist es eine gute Zeit, um mit dem eigenen Sportabenteuer zu beginnen. Wie motiviert man sich zum Training? „Setze klare Ziele“, rät der Sportler kurz. Auch Freunde sind eine gute Motivation, denn „gemeinsames Training ist eine Verpflichtung gegenüber dem Freund und hilft, die ‚Keine-Lust‘-Haltung zu überwinden.“ Rafał Borowiak ist der Meinung, dass „jeder Sport treiben kann. Er verbessert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Man kann sich Ziele setzen und diesen gemäß einer bestimmten Struktur folgen. Der wichtigste Teil ist genau dieser tägliche Weg zum Ziel.“

Sport hilft bei der Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit

Rafał Borowiak ist sicher, dass Sport dabei hilft, „den Geist zu klären, sich neu zu justieren und das Überflüssige loszuwerden.“ Körperliche Entlastung bedeutet für ihn eine positive mentale Aufladung.

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Rafał Borowiak bei den Ironman-Wettkämpfen in Lahti, Finnland, 2023. Der Sportler trainiert bis zu fünf Stunden am Tag.

Rafał Borowiak

Während des Trainings kann man über schwierige Angelegenheiten anders nachdenken, das heißt: „frischer. Sport hat einen besseren Einfluss auf den Menschen als das Eingesperrtsein in vier Wänden. Auf der Welt gibt es viele Stressfaktoren. Deshalb ist es wichtig, nach der Arbeit nicht über die Arbeit nachzudenken, sondern sich um sich selbst zu kümmern und zu entspannen. Im Leben gibt es familiäre Probleme. Und Sport hilft, psychische Spannungen abzubauen.“

Das Sportabenteuer begann für Rafał Borowiak bereits in der Schule, als er Volleyball und Laufen trainierte, um seine Zeit damit zu verbringen, „sich auszutoben und die Ausdauer zu stärken. Als ich 30 war, sah ich mir ein Programm über Ironman-Wettkämpfe an und beschloss, es zu versuchen“.

Słubicer bei Ironman-Wettkämpfen in Hawaii

Ironman sind Wettkämpfe, bei denen die Teilnehmer 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Fahrrad fahren und einen Marathon von 42,2 Kilometern laufen müssen. „Um an der Ironman-Weltmeisterschaft teilzunehmen, muss man sich qualifizieren.“ Das gelang Rafał Borowiak, als er an der Ironman-Weltmeisterschaft 2018 in Hawaii teilnahm. „Die Erfahrung unter diesen extremen Bedingungen war ein riesiges Erlebnis. Dort herrscht eine Luftfeuchtigkeit, die den Menschen zerstört“, erzählt er.

„Ich kann nicht sagen, dass es gesund ist, denn der Mensch bringt seinen Körper an die Grenze der Belastbarkeit.“ Man müsse besonders auf das Herz achten. Extremer Sport sei nicht für jeden etwas, man müsse verantwortungsbewusst damit umgehen.

Sport formt den Charakter, sagt Extremsportler aus Polen

Zwar formt Sport den Charakter. Der Sportler betont aber, dass man vor allem eine starke mentale Einstellung haben müsse, um gute Ergebnisse im Sport zu erzielen und seine Grenzen zu überschreiten. „Meiner Meinung nach sollte man diesen Charakter bereits haben, denn das ist die Grundlage für regelmäßiges und akribisches Training.“

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Im vergangenen Jahr nahm Rafał Borowiak aus Słubice an drei Ironman-Wettkämpfen in Texas, der Schweiz und Polen sowie an zwei Halbironman-Wettkämpfen in Polen und Vietnam teil.

Rafał Borowiak

Er betont, dass es sehr wichtig sei, sich Ziele zu setzen, auch am Anfang des eigenen Sportabenteuers. „Man sollte sich einen strikten Zeitplan auferlegen. Die Einstellung ‚ein Training mache ich – ein Training mache ich nicht‘ ist nicht gut.“ Er empfindet das Training nicht als angenehm. „Das würde bedeuten, dass das Training zu leicht ist und ich in meiner Komfortzone bleibe.“

Freude bereitet ihm jedoch die Teilnahme an Wettkämpfen. „Wenn ich die Ziellinie überquere und sehe, dass ich besser bin, bin ich zufrieden. Dann fühle ich diese Zufriedenheit und weiß, warum ich so viel Zeit opfere.“