Die Zahl polnischer Staatsbürger, die ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt haben, wächst weiter. Mit Stand vom 16. August lebten 3550 Einwohner mit polnischem Pass in der Stadt, davon 721 gebürtige Słubicer. Das waren 150 mehr als zu Jahresbeginn (3400) – und 661 mehr als Ende 2016 (2889). Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Stadtverordneten Stefan Kunath (Die Linke) hervor. Die Zahl in Słubice ansässiger deutscher Staatsbürger lag demgegenüber zuletzt bei 366. Der Großteil – 339 Personen – hatte einen zeitweiligen Wohnsitz in der Nachbarstadt, 27 weitere ihren ständigem Wohnsitz.
Polnische Staatsbürger bilden in Frankfurt mit Abstand die größte Gruppe unter der ausländischen Bevölkerung. "Diese Zahlen bestätigen den Eindruck, dass Frankfurt und Słubice – auch durch die Wahl des Wohnortes von polnisches Staatsbürgerinnen auf deutscher Seite – immer weiter zusammenwächst", erklärt Bürgermeister Claus Junghanns (CDU). Die Europäische Doppelstadt sei Lebensort für knapp 80 000 Menschen, "die mit vielen deutsch-polnischen Angeboten – von der Kinderbetreuung bis zu Kulturprojekten – das Miteinander lebt". Auch Stefan Kunath hebt hervor: "Das Zusammenwachsen ist Realität. Ohne die polnischen Frankfurter wäre unsere Stadt um einiges ärmer. Der Zuzug eröffnet unserer Kommune mehr Möglichkeiten und damit auch mehr Lebensqualität für alle Frankfurter."